Norden wappnet sich für Schulschließungen

Digitalisierung: Da staunt sogar der Schulsenator, was in Hamburg plötzlich möglich ist

Digitales Lernen am Hamburger Gymnasium Dörpsweg .
Der Schulsenator Ties Rabe zu Besuch am Hamburger Gymnasium Dörpsweg
RTL Nord

Unterricht im Klassenraum komplett digital

Der Corona-Herbst verheißt nichts Gutes und das Schulsystem ist empfindlich für Schließungen. Hamburg versucht beim Thema Digitalisierung an Schulen voranzukommen und setzt auf ein neues Lernsystem. Da staunt sogar der Schulsenator, was am Hamburger Gymnasium Dörpsweg plötzlich so alles möglich ist.

Im Klassenraum vernetzt mit der Lehrerin

Ties Rabe (SPD), beugt sich zu einem Schüler herunter und dieser erklärt ihm, was er gerade auf dem Schullaptop vor sich aufgerufen hat: „Dann sieht man hier ganz viele Kurse, da ist Englisch, da ist Deutsch, da ist Mathematik.“

Die ganze Klasse sitzt vor Laptops im Unterricht, vernetzt mit der Lehrerin – komplett digital. „Ich kann, was auch immer ich möchte, den Schülern als Aufgabe erteilen. Ich kann einstellen, wenn ich das möchte, wann sie es bearbeiten, wie lange sie dafür Zeit haben und ich kann mir auch rückmelden lassen, wie richtig sie das gemacht haben", erklärt Klassenlehrerin Kerstin Lenz das digitale Arbeiten mit den Schülern.

Neues Lern-Management-System: „Lernen Hamburg“

Digitales Lernen am Hamburger Gymnasium Dörpsweg .
Am Hamburger Gymnasium Dörpsweg ist die ganze Klasse mit der Lehrerin vernetzt.
RTL Nord

Die Klasse arbeitet mit dem neuen digitalen Lern-Management-System „Lernen Hamburg“, das die Schulbehörde in Corona-Zeiten in Auftrag gegeben hatte. Sehr nützlich für den Unterricht im Klassenraum, so die Meinung der Lehrer und unverzichtbar fürs Lernen zu Hause.

„Wir können digital den Unterricht in vielen Schulklassen jetzt besser zu Hause machen, vermutlich in einigen Schulkassen sogar nahtlos in der gleichen Qualität“, so der Schulsenator und betont: „Das ist ein großer Schritt voran."

Laut Schulbehörde, sei Hamburg unter den Bundesländern in Sachen Digitalisierung noch am schnellsten und an den Schulen der Hansestadt gebe es auch deutlich mehr Computer als sonst in Deutschland. Gleichwohl ist dem Senator bewusst, dass es mit der Digitalisierung noch viel besser werden muss.

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Schleswig-Holstein setzt auf "It’s learning"

Auch im Nachbarland Schleswig-Holstein geht’s schrittweise voran. Auch hier setzt die Bildungsministerin Karin Prien (CDU) auf ein neues digitales Lern-Management-System, dass sie in dieser Woche in Kiel vorgestellt hat. Es heißt "It’s learning" und funktioniert ähnlich wie das in Hamburg.

„Durch die Pandemie ist es plötzlich möglich, deutlich mehr Geld, deutlich mehr Personal-Ressource in diese Themen zu stecken und deshalb wird das einen erheblichen Innovationsschub in den Bereich der Digitalisierung von Schulen bringen“, sagt Prien und meint dazu, dass sei auch dringend notwendig.