Querdenker und Rechtsextreme bereiten ihm Sorgen

Hamburger Rapper Smudo: "Ich stelle fest, dass viele Leute auf radikale Meinungen reinfallen"

21. Oktober 2020 - 16:53 Uhr

„Mir geht es nicht darum, die verrückten Hildmanns aufzuklären"

Smudo nutzt seine Stimme gerne gegen Rechtsextremismus. Deshalb ist der Rapper von der Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier jetzt auch Gast im Podcast "Laut gegen Nazis". Im RTL-Interview in Hamburg zeigt der Musiker sich besorgt: Gerade in der Corona-Zeit würden rechte Gruppierungen immer präsenter werden. Bestes Beispiel sei der prominente Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann. Warum für den 52-Jährigen die Aufklärung schon im eigenen Freundeskreis anfängt und warum ihm der Kampf gegen Rechts so am Herzen liegt, erzählt er im Video. 

Situation weltweit "ganz gruselig"

Hamburger Rapper Smudo: "Ich stelle fest, dass viele Leute auf radikale Meinungen reinfallen"
Jörn Menge, Gastgeber und Vereinschef von "Laut gegen Nazis"
© RTL Nord

Jörn Menge ist Gastgeber im Podcast "Laut gegen Nazis" und Chef im gleichnamigen Verein. In seinem Podcast spricht er mit prominenten Gästen unter anderem über einen Rechtsruck in der Gesellschaft. Die aktuelle Situation sei "wirklich ganz, ganz gruselig in Deutschland und Europa und weltweit, weil auch Rassismus auf dem Vormarsch ist und Antisemitismus. All die ganzen Dinge, die wir eigentlich gedacht haben, abschaffen zu wollen", sagt der Hamburger.

Rassismus sei auch ein norddeutsches Problem

Jörn Menge hofft, dass er mit seinem Podcast auch viele Norddeutsche erreicht. "Ich glaube nicht, dass wir hier oben im Norden so arrogant sein können und sagen können, bei uns ist alles gut. Wir sind alle Demokraten und wir sind alle total lieb hier. Nein, sind wir nicht. Es gibt hier genauso Rechtsextreme, Rechtsextremisten und Rechtspopulisten. Es gibt Leute, die diskriminieren und auch Menschen ausgrenzen." Ab dem 23. Oktober wird der Podcast online verfügbar sein – los geht's mit Smudo als Gast.