Hamburger Feuerwehr braucht länger zum Brand

Ein Fahrzeug der Feuerwehr mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild
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13. Juli 2020 - 12:12 Uhr

Schnell wie die Feuerwehr - in Hamburg gilt das bei einem Brand nicht immer. So wurde die angepeilte Eintreffzeit von acht Minuten bei einem sogenannten kritischen Brand im ersten Quartal dieses Jahres nur in durchschnittlich 60,6 Prozent der Fälle erfüllt, wie aus einer Senatsantwort auf kleinen Anfrage der CDU hervorgeht, über die am Montag mehrere Medien berichteten. Im Juli 2019 hatte die Quote laut Senat noch bei 65 Prozent gelegen.

Der Senat sieht auch einen Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. So seien Veranstaltungen und Einsätze im unmittelbaren Bereich der Innenstadtwachen - zum Beispiel auf der Reeperbahn - coronabedingt weggefallen. "Diese Einsätze haben jedoch in der Vergangenheit aufgrund ihrer kurzen Anfahrtszeit die Erfüllungsquote positiv beeinflusst", heißt es in der Antwort.

"Der Senat muss die Feuerwehr endlich in die Lage versetzen, alle Menschen überall in der Stadt gleich gut schützen zu können", forderte CDU-Innenexperte Dennis Gladiator. Seit Jahren verspreche Innensenator Andy Grote (SPD) Verbesserungen. Diesen seien jedoch bisher keine wirksamen Maßnahmen gefolgt.

Quelle: DPA