Betrüger geben sich als Tierretter aus

Illegale Welpenhändler bieten angeblich „gerettete" Hunde aus Hamburger Skandal-Labor zum Kauf an

Hundewelpen: Illegale Welpenhändler bieten angeblich gerettete Hunde aus geschlossenem Hamburger Tierversuchslabor zum Kauf an.
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25. Januar 2020 - 9:56 Uhr

Vorsicht vor illegalen Welpenhändlern

Der Versuchstier-Skandal im Hamburger Tierversuchslabor LPT hat für Entsetzen gesorgt. Die Bilder der gequälten Tiere blieben im Kopf - viele wollten helfen. Nun nutzen perfide Betrüger die Situation aus: Illegale Welpenhändler bieten vermeintliche Laborhunde aus dem geschlossenen Labor zum Kauf an. "Wir warnen vor Inseraten im Internet und Messenger-Diensten von angeblichen Tierrettern, die Beagle aus dem Todeslabor vermitteln wollen", so Daniela Schneider von "Vier Pfoten".

Alle Hunde aus dem LPT-Labor in Hamburg sind vermittelt

SOKO Tierschutz
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Das Versuchslabor in Mienenbüttel bei Hamburg wurde im November 2019 geschlossen, nachdem schockierende Bilder von gequälten Affen, Katzen und Hunden veröffentlicht wurden. Die 96 Laborhunde konnten bereits ausnahmslos an Tierheime und Vereine vermittelt werden, so die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten".

Sie warnt daher vor Inseraten im Internet und Messenger-Diensten von angeblichen Tierrettern, die Beagle aus dem Todeslabor vermitteln wollen. "Solche Anzeigen sind blanker Betrug", so Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei "Vier Pfoten".

Hamburger Labor quälte Affen und Hunde

Das Labor steht seit Herbst 2019 im Blick der Öffentlichkeit. Tierschützer haben damals heimlich Videoaufnahmen von offensichtlich gequälten Affen und Hunden veröffentlicht. Tierschützer erinnerten Wochenlang mit Mahnwachen an die dramatischen Bedingungen für die Tiere. Sie organisierten Demos und informierten bei Facebook über die Vorgänge in den Tierversuchslaboren, die schon seit Jahren immer wieder kritisiert werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Unternehmen.