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Hamburg: Horror-Tierversuchslabor LPT muss dichtmachen

Aktivisten deckten Misshandlungen auf

Horror-Tierversuchslabor muss dichtmachen

Schwerwiegende Verstöße gegen Tierschutzgesetz

Tierschützer haben in Hamburg einen großen Erfolg errungen: Einen Monat nach Schließung des umstrittenen LPT-Tierversuchslabors im niedersächsischen Mienenbüttel muss auch das Labor der Firma am Hamburger Hauptsitz dichtmachen. Die Gesundheitsbehörde entzog der Firma am Freitag "mit sofortiger Wirkung" die Erlaubnis zur Tierhaltung. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) begründete die Maßnahme unter anderem mit schwerwiegenden Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

Hunde und Affen in LPT-Tierversuchslabor Mienenbüttel gequält

Tierschützer hatten im Oktober aufgedeckt, dass in dem Labor in Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt wurden . Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt wegen Verstößen gegen den Tierschutz und ließ das Labor Ende November durchsuchen.

Grundlage der Entscheidung seien auch die Ermittlungen gewesen. "Damit dieser Widerruf rechtssicher erfolgen konnte, war es vor allem nötig, die Akten und Informationen der Staatsanwaltschaft sowie den Bescheid des Landkreises Harburg über den LPT-Standort Mienenbüttel in Niedersachsen sorgfältig auszuwerten", sagte Prüfer-Storcks. "Nun muss eine tierschutzgerechte Unterbringung für die Tiere sichergestellt werden." Im Gegensatz zum Standort Mienenbüttel handele es sich bei den Versuchstieren in Hamburg-Neugraben in erster Linie um Mäuse und Ratten, sagte die Senatorin.

Erschreckende Aufnahmen aus einem Tierversuchslabor bei Hamburg Behörden ermitteln
01:11 min
Behörden ermitteln
Erschreckende Aufnahmen aus einem Tierversuchslabor bei Hamburg

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Tierschutzexpertin: Schließung des Hamburger Labors "überfällig"

"Der Entzug der Tierhaltungserlaubnis für das Hamburger Labor ist eine überfällige Notwendigkeit und nach der Schließung des Labors in Mienenbüttel auch der einzig logische Schritt", sagte die Hamburger Tierschutzexpertin der Grünen-Fraktion, Christiane Blömeke. "Ich erwarte, dass die Schließung zweier LPT-Standorte nun auch Auswirkungen auf den verbleibenden Standort in Schleswig-Holstein hat." Unklar sei weiterhin, "welche Auswirkungen die Manipulation von Testreihen in den Laboren von LPT auf die Zulassung von Medikamenten hatte", so Blömeke.