Prozess zu einem der größten Hamburger Kokain-Funde aller Zeiten

Es geht um Koks im Wert von 240 Millionen Euro!

Einer der Angeklagten wird in den Gerichtssaal geführt.
Einer der Angeklagten wird in den Gerichtssaal geführt.
© RTL Nord

23. September 2021 - 16:01 Uhr

Es geht um mehrere Lieferungen

Es ist ein Prozess mit außergewöhnlichen Dimensionen. 10 Männer im Alter zwischen 27 und 59 Jahren stehen vor Gericht, drei davon müssen sich wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten, sieben andere wird Beihilfe vorgeworfen. In Seefracht-Containern sollen sie mehr als drei Tonnen Kokain aus Südamerika in den Hamburger Hafen verschifft und es von dort abgeholt haben. Es geht um insgesamt 14 Lieferungen zwischen Juni 2019 und Juni 2020.

Angehörige brechen in Tränen aus

Als die Angeklagten am Donnerstag in Handschellen nacheinander in den Gerichtssaal geführt werden, brechen zwei Frauen im Zuschauerbereich in Tränen aus, berichtet unsere RTL-Reporterin vor Ort. Es soll sich dabei um Angehörige der mutmaßlichen Täter handeln. Der Prozessauftakt selbst verläuft schleppend. Bis die Anklageschrift verlesen wird, vergehen zwei Stunden. Grund: Technische Probleme und Anträge der Verteidiger. Die Verlesung der Anklageschrift selbst dauert danach 50 Minuten!

Razzien im Dezember 2020

Die Ermittlungen von Zoll und Polizei dauern insgesamt eineinhalb Jahre, am 15. Dezember letzten Jahres schlagen die Beamten zu: Sie durchsuchen knapp 40 Wohnungen in Norddeutschland, auch das SEK kommt zum Einsatz. (kbü)