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Hambacher Forst: Polizei durchsucht Camp von Braunkohlegegnern

Hambacher Forst: Polizei durchsucht Camp von Braunkohlegegnern
Die Polizei hat ein Aktivistencamp von Braunkohlegegnern am Hambacher Forst durchsucht. © dpa, Henning Kaiser, hka gfh

Die Polizei sucht im Aktivistencamp Beweise für Straftaten

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Braunkohlegegnern am Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei ein Aktivistencamp durchsucht. Es gehe um Beweise für kürzlich begangene Straftaten. Außerdem sei am Dienstag nach Gegenständen gesucht worden, die zur Vorbereitung oder Durchführung einer Straftat benutzt werden könnten, teilte die Polizei mit. Seit Tagen gibt es im und am Hambacher Wald immer wieder Angriffe auf Polizisten.

Räumung am Hambacher Forst steht zurzeit nicht zur Debatte

Eine Räumung des sogenannten Wiesencamps oder von Baumhäusern sei nicht geplant. Den Angaben zufolge hatte das Amtsgericht Aachen die Durchsuchung bewilligt. Der Forst liegt im Südosten des Tagebaus Hambach und gilt als Symbol des Widerstands gegen den Braunkohleabbau. Der Konzern RWE plant ab Oktober Rodungsarbeiten für den Tagebau. Darüber war es in der frisch gegründeten Kohlekommission zu einem offenen Streit gekommen. Das Gremium soll einen Ausstieg aus der Kohleverstromung erarbeiten und besteht aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden.

RWE warnt vor Kohle-Aus

Bereits am Vortag hatten RWE-Betriebsräte einen offenen Brief an die Bundesregierung veröffentlicht, in dem sie vor einem überstürzten Kohle-Aus im rheinischen Revier warnen. Ohne die lange geplanten Rodungen im Hambacher Forst drohe dem Tagebau jene Kohle auszugehen, aus der 15 Prozent des Stroms für Nordrhein-Westfalen produziert würden. Es gehe um rund 30.000 Jobs im rheinischen Revier, heißt es in dem Brief.

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