Hambacher Forst: Polizei befreit Aktivist aus Erdloch

19. November 2012 - 11:45 Uhr

Katz-und-Maus-Spiel im Hambacher Forst beendet

Der metertief in einer Erdhöhle eingegrabene Aktivist im Hambacher Forst (Nordrhein-Westfalen) ist am späten Freitagabend von der Polizei geborgen worden.

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Die Höhle des Mannes lag sechs Meter tief unter der Erdoberfläche und war einsturzgefährdet.
© dpa, Ralf Roeger

"Der Mann ist gesund, leidet aber unter einem Erschöpfungszustand", sagte ein Polizeisprecher in der Nacht. Die Beamten hätten "eine günstige Gelegenheit ergriffen", um den Aktivisten aus dem Erdloch zu ziehen. Kurz vor seiner Bergung war der junge Mann wieder in einen nicht gesicherten Gang entwichen.

Der junge Mann demonstriert mit seiner Aktion dagegen, dass bei Niederzier nahe Köln für die Braunkohle Wald abgeholzt werden soll. Die Höhle des Mannes lag sechs Meter tief unter der Erdoberfläche und war einsturzgefährdet. Alle Versuche der Polizei, ihn auszugraben, waren in den vergangenen Tagen gescheitert. Die Rettungsaktion kostete laut Polizei 100.000 Euro.