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Halloween: Welche Streiche und Kostüme sind erlaubt - und welche streng verboten?

Halloween: Welche Streiche und Kostüme sind erlaubt - und welche streng verboten?

Eine Verkäuferin zeigt am 25.10.2016 eine Clown-Maske bei "Lutzmann Berger & Traupe", einem Fachgeschäft für Kostüme und Theaterbedarf in Hannover (Niedersachsen). Kurz vor Halloween werden Schock-Auftritte von «Horror-Clowns» in Deutschland immer me
Gruselige Kostüme sind an Halloween in Ordnung - jemandem damit einen richtigen Schrecken einzujagen dagegen nicht.
jst jai, dpa, Julian Stratenschulte

Aufgepasst bei der Halloweenparty!

Ob als Horrorclown, Vampir oder Krankenschwester: Wer an Halloween feiern geht, tut das gerne auch in gruseligen Kostümen. Und für Kinder, die in dieser Nacht losziehen, gehören Streiche für einen gelungenen Halloweenabend meist genauso dazu wie das Sammeln von Süßigkeiten. Aber was ist an Halloween eigentlich erlaubt und auf welche Streiche und Kostüme verzichtet man besser? Wir zeigen, welche Regeln Sie beachten sollten.

Nicht alle Halloweenstreiche sind harmlos

Kleine Streiche, die niemandem ernsthaft schaden, sind in der Halloweennacht natürlich in Ordnung und können nicht geahndet werden. Wird dabei allerdings etwas beschädigt oder nimmt gar eine Person Schaden, ist die Lage ernster. Ein Auto in Toilettenpapier einzuwickeln etwa, ist nicht verboten. Hinterlässt man dabei allerdings Schäden im Lack, wird der Streich zur Sachbeschädigung. Auch Konfetti in Briefkästen zu werfen oder die Türklinke eines fremden Hauses mit Zahnpasta zu bestreichen, sind harmlose Streiche - die Hausbewohner werden sich wohl ärgern, können diese Hinterlassenschaften aber ja schnell wieder entfernen.

Diese Streiche sind an Halloween tabu

Werden dagegen Hauswände mit rohen Eiern oder Farbe beworfen, Blumenkästen ausgeräumt oder Böller in Briefkästen gesteckt, sieht es schnell ganz anders aus: Hier lassen sich Rückstände vielleicht nicht mehr so leicht entfernen und es entstehen Schäden an fremdem Eigentum, für die der Übeltäter aufkommen muss.

Ebenfalls keine gute Idee sind Streiche, bei denen sich andere verletzen können. Rutscht jemand auf einer mit Schmierseife rutschig gemachten Treppe aus und verletzt sich, kann er zivilrechtliche Ansprüche wie etwa Schadensersatz geltend machen oder im Extremfall sogar auf eine strafrechtliche Verfolgung des Scherzbolds pochen.

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Haften Sie an Halloween für Ihr Kind?

Eier werfen ist ein beliebter Streich zu Halloween. Geht bei solchen Aktivitäten zum Beispiel eine Scheibe kaputt, haftet der Verursacher. Foto: Silvia Marks
Hinterlassen Streiche wie Eier werfen an Halloween bleibende oder nur schwer zu entfernende Schäden an fremdem Eigentum, ist das Sachbeschädigung.
DPA

Wenn Ihr Kind an Halloween alleine losziehen darf, sollten Sie also vorher mit ihm über seine Pläne sprechen und deutlich machen, wo die Grenze zwischen kleinen Streichen und größeren Vergehen mit ernsten Konsequenzen gezogen wird.

Für Schäden, die ihre Kinder verursacht haben, haften Eltern übrigens nicht generell. Sind die Kinder noch nicht volljährig, haben sie aber eine Aufsichtspflicht. Kommen sie dieser nicht nach und die Kinder fügen anderen bei Halloweenstreichen Schäden zu, müssen die Eltern möglicherweise dafür aufkommen. Hier kommt es aber immer auf den Einzelfall und die Umstände an. Ab 14 Jahren sind Jugendliche bedingt strafmündig: Übertreiben sie es bei ihren Streichen, können sie dann im schlimmsten Fall strafrechtlich verfolgt werden.

Auf diese Halloweenverkleidung sollten Sie verzichten

Auch was die Verkleidung auf der Halloweenparty angeht, ist nicht alles erlaubt. Wie auch an Karneval darf man sich beispielsweise nicht in eine Original-Polizistenuniform schmeißen - Verwechslungen mit echten Polizisten müssen beim Kostüm ausgeschlossen sein. Arztkittel dürfen aber getragen werden. Auch mit Äxten aus Plastik, Spielzeugpistolen und Gummischwertern dürfen Sie Ihr Kostüm veredeln. Anders sieht es mit Waffen aus, die täuschend echt aussehen. Sogenannte "Anscheinswaffen" sind laut Waffengesetz verboten - wer sie mit zur Halloweenparty bringt, riskiert ein Bußgeld oder sogar eine Strafanzeige.

Egal, für welches gruselige Kostüm Sie sich entscheiden: Passanten zu erschrecken oder gar mit Spielzeugwaffen zu bedrohen, ist ein absolutes No-Go. Erleidet das Opfer einen Schock oder verletzt sich, kann eine Anzeige wegen Nötigung oder Körperverletzung drohen.

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Wichtig ist auch: Fahren Sie an Halloween kostümiert Auto, sollten Sie es mit der Verkleidung besser nicht übertreiben. Rauschebärte, Perücken oder große Hüte behindern am Steuer die Sicht und Bewegungsfreiheit. Werden Sie dann von der Polizei kontrolliert, müssen Sie möglicherweise ein Bußgeld bezahlen. Baut man stark kostümiert gar einen Unfall, kann das als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Im Schadensfall kann die Versicherung dann die Leistungen kürzen.