Lauf, Lisa, lauf! Mein erster Halbmarathon

Mit diesen 5 Tipps schafft jeder die Herausforderung!

4. September 2019 - 12:07 Uhr

von Lisa Uriel

21 Kilometer, Halbmarathon – für eine Gelegenheitsjoggerin eine echte Herausforderung! Aber genau die will ich jetzt annehmen. Am 13. Oktober will ich in Köln genau diese Strecke laufen. Und wenn möglich: nicht als Letzte im Ziel ankommen. In den nächsten Wochen schreibe ich hier in meiner Kolumne, wie ich mich auf den großen Tag vorbereite, wie groß der Schweinehund sein kann und wie ich mich trotz zwickender Knie und eingeschlafener Füße zum Training aufraffe.

Welche Tipps zur Vorbereitung mein Kollege und Marathonläufer Andreas Greuel für mich hat, sehen Sie im Video.

Ich möchte weniger Süßes essen

"Wie hast du deine Ernährung umgestellt?" Ich gucke meine Kollegin verdutzt an. Ich habe ihr gerade von meinem Vorhaben erzählt, in sechs Wochen den Kölner Halbmarathon zu laufen. Und sie ist total begeistert. Und interessiert. Nur – habe ich leider keine Antwort auf ihre Frage. Denn ehrlicherweise habe ich mir bisher sehr wenig Gedanken darüber gemacht, wie mein Essverhalten meine Laufleistung beeinflussen könnte.

Klar, ich achte schon darauf, dass ich nicht jeden Tag eine ganze Tafel Schokolade verdrücke und mehr oder weniger regelmäßig Obst und Gemüse auf meinem Teller landen. Aber sonst? Sagen wir so: Der Eismann drückt mir abends meine zwei Kugeln in die Hand, ohne dass ich überhaupt noch bestellen muss (Quark-Limette ist aber auch einfach eine leckere Sorte!). Trotzdem nehme ich mir jetzt vor, ein bisschen weniger süß und ein bisschen mehr Ballaststoffe zu essen. Die erste Herausforderung: der Wocheneinkauf.

Bei der Schokocreme bleibe ich standhaft

RTL-Redakteurin Lisa Uriel trainiert für den Halbmarathon
RTL-Redakteurin Lisa Uriel will während ihrer Halbmarathon-Vorbereitung weniger Süßes essen.
© privat

Es ist Samstagabend und ich stehe mit meinem Freund im Supermarkt. Ja, ich kann mir jetzt auch Schöneres vorstellen – aber unser Kühlschrank ist leer. Genau wie mein Magen gerade. Und dann bin ich wirklich keine nette Person. Also landen ganz viel Gemüse und Dinkelprodukte im Einkaufswagen (er) sowie Parmesan, Butter und Himbeermarmelade (ich).

Bis wir vor dem Regal mit meiner Lieblings-Schokocreme stehen. Die ich erst heute Morgen mit dem Messer leer gekratzt habe. Und zwar so leer, dass ich das Glas ohne zu spülen direkt als Blumenvase verwenden könnte. "Du brauchst neue Schokocreme", sagt mein Freund. "Ich weiß", antworte ich sehnsüchtig. "Aber… nein. Heute mal nicht."

Er sieht mich an. Zwei, drei Sekunden lang. Und dann fängt er laut an zu lachen. Er weiß genau, wie sehr ich mit mir ringe. Aber da er mich in meinem Halbmarathon-Vorhaben unterstützt, zieht er mich nicht weiter damit auf. Sondern sagt, dass er stolz auf mich sei. Ich grinse. Klar mache ich diese Laufgeschichte in erster Linie für mich. Aber es ist schön, ein bisschen Anerkennung zu bekommen. Wenn schon keine Schokocreme mehr.