Hahn will von Frankfurter Nachtflugverbot profitieren

13. Februar 2016 - 1:50 Uhr

Der defizitäre Hunsrück-Flughafen Hahn will von dem wahrscheinlich dauerhaften Nachtflugverbot am benachbarten Frankfurter Flughafen profitieren. "Wir sehen zusätzliche Chancen für den Hahn im Frachtbereich2, erklärte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Infrastrukturministers Roger Lewentz (SPD).

Der ehemalige US-Fliegerhorst besitzt eine Betriebsgenehmigung über 24 Stunden, während sich in Frankfurt die Verstetigung des derzeit noch vorläufigen Nachtflugverbots zwischen 23.00 und 05.00 Uhr abzeichnet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will sein Urteil zur Planfeststellung des Frankfurter Flughafens am 4. April verkünden.

Hahn musste in der Vergangenheit ein deutlich eingeschränktes Angebot seines Hauptkunden Ryanair verkraften und sucht nach neuen Investoren. Nach dem Ausstieg des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport ist das Land Rheinland-Pfalz größter Anteilseigner.