Haftstrafen für Überfälle auf Juweliere in Ostwestfalen

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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18. Juni 2020 - 17:15 Uhr

Für Überfälle auf vier Juweliere in Ostwestfalen müssen zwei Männer aus Italien ins Gefängnis. Das Landgericht Bielefeld verurteilte am Donnerstag Alfio B. und Vito L. wegen schweren Bandendiebstahls zu vier sowie fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis. Dabei sahen es die Richter als erwiesen an, dass die Männer im Auftrag eines Mafia-Clans aus Sizilien nach Deutschland gekommen waren (Az.: 20 KLs 5/20).

Das niedrigere Strafmaß im Fall von Alfio B. begründete das Gericht mit einem abgelegten Geständnis. Das müsse sich spürbar auswirken, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Vito L. hatte die Vorwürfe bestritten. Sein Anwalt hatte sich am Donnerstag vor dem Urteil für einen Freispruch ausgesprochen. Beide Männer sollen jeweils 2500 Euro für die Überfälle erhalten haben. Um Schaufenster und Eingangstüren zu zerstören, setzen sie ein Auto und einen Vorschlaghammer ein. Die Tatorte waren Anfang 2017 in Herford, Bielefeld, Lemgo und Detmold.

Der erbeutete Schmuck hatte nach Ansicht des Gerichts einen Wert von knapp über 70.000 Euro. Bei drei der Überfälle hatten die Männer ungeladene Softair-Pistolen dabei. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen von 4 Jahren und 5 Monaten für Alfio B. beziehungsweise 6 Jahre und 1 Monat für Vito L. gefordert.

Quelle: DPA