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Häusliche Gewalt bei GZSZ: Maria Wedig im Interview über das Tabuthema

Häusliche Gewalt bei GZSZ: Maria Wedig im Interview über das Tabuthema

GZSZ-Schauspielerin Maria Wedig spricht über das Tabuthema häusliche Gewalt.
Maria Wedig spricht über das Thema häusliche Gewalt.
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Wenn das eigene Zuhause nicht sicher ist

Zehntausende Frauen werden hierzulande pro Jahr Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Ob Körperverletzung, Bedrohung oder Stalking - die offiziellen Zahlen sind erschreckend. "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" wagt sich an das gesellschaftlich relevante Thema heran. Maria Wedig spielt bei GZSZ Nina, die von ihrem Ehemann geschlagen wird. Im Interview spricht sie über das Tabuthema.

"Martin kann nicht mit Stress umgehen"

Die erst kürzlich in der Serie nach Berlin zugezogene Familie Ahrens wirkt nach außen hin wie die perfekte Vorzeigefamilie. Der Mann ist ein gut situierter Anwalt, die Frau managet das Familienleben und arbeitet in einer erfolgreichen Immobilienfirma.

Doch nach und nach erfahren die GZSZ-Zuschauer, was sich hinter der Fassade abspielt und was der eigentliche Grund des Umzugs nach Berlin war: Häusliche Gewalt. Alles sollte nach dem Neuanfang in der Hauptstadt besser werden. "Kurzzeitig sah alles danach aus, aber schon bald holt die Familie die alten Verhaltensweisen ein", sagt Maria Wedig. Doch die Gewalt ist plötzlich auch in der neuen Umgebung wieder da. "Martin hat wieder beruflichen Stress. Damit kann er nicht umgehen."

Nina und Martin: Diese Liebe hat keine Zukunft

Dass Martin Nina schlägt, ist für sie schon schlimm genug. Doch sie möchte ihren Sohn Luis nicht damit belasten. "Nina versucht, mit aller Macht zu verhindern, dass Luis von dem ganzen Ausmaß erfährt. Luis ist aber ein sehr sensibles Kind und spürt, dass der Neuanfang in Berlin nicht so reibungslos funktioniert, wie es ihm die Eltern verkaufen wollen", erklärt GZSZ-Schauspielerin Maria Wedig.

Nina hat nur einen großen Wunsch: "Sie möchte das Bild der harmonischen und perfekten Familie leben. Sie liebt ihren Mann, weiß aber auch, dass jeder neue Gewaltausbruch ein weiteres klares Zeichen dafür ist, dass diese Liebe keine Zukunft hat."

Wie es bei Nina und Martin bei GZSZ weitergeht, könnt ihr euch schon vor TV-Ausstrahlung bei TV NOW ansehen.

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"Dieses Thema lässt niemanden kalt"

Das schwierige Thema schauspielerisch darzustellen ist für Maria Wedig eine große Herausforderung. "Wir haben zum Glück ganz wundervolle Coaches, die mit uns vor diesen harten Szenen arbeiten und sehr feinfühlige Regisseure. Es ist ein Thema, das uns alle sehr berührt und niemanden kalt lässt", verrät Maria.

Da häusliche Gewalt jeden treffen kann, rät sie Betroffenen: "Ihr seid damit nicht allein und es gibt nichts, wofür Ihr Euch schämen müsst. Sucht Euch Hilfe und vertraut Euch jemandem an. Es gibt Beratungsstellen. Im Internet kann man sich diese raussuchen, die einem am nächsten liegt oder gleich anrufen."