Ostalbkreis

Hähne krähen um die Wette: Wettbewerb der Kleintierzüchter

Hussenhofer Hahnenwettkrähen
Hähne krähen beim Hussenhofer Hahnenwettkrähen um die Wette.
Christoph Schmidt/dpa

Viele Menschen stört das laute Krähen eines Hahns. Nicht so bei den Kleintierzüchtern in Schwäbisch Gmünd: Bei einem Wettstreit wurde der krähfreudigste Hahn gesucht. Vor allem die Kinder hatten Freude.

Welcher Hahn hat die größte Ausdauer? In Käfigen aufgereiht stehen die Tiere nebeneinander - und dann heißt es: Loskrähen. So erklärte Ludwig Burr vom Kleintierzuchtverein Hussenhofen die Regeln des Hahnenwettkrähens am Sonntag.

Bereits zum 44. Mal hatten die Kleintierzüchter zu dem kuriosen Wettbewerb nach Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) geladen. Mitmachen konnte nicht nur, wer selbst einen Hahn besitzt. Interessierte können sich für den Wettbewerb auch einen Hahn ausleihen, sagte Burr. Bis zu neun Hähne traten in einer Runde gegeneinander an. Unterschieden wurde zwischen großen Hähnen und Zwerghähnen.

Weiter kam der Hahn in einer der rund 15 Minuten dauernden Runden, der am häufigsten krähte - beobachtet wurde das scharf von Kindern, die die Jury ausmachten. Damit es auch was zu hören gab, begann der Wettbewerb bereits am Morgen. Später am Tag kräht ein Hahn schließlich nicht mehr so oft, erklärte Burr.

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Wettstreit kam von einem befreundeten Kleintierzuchtverein, sagte Vorstand Burr. Dort sei das Hahnenwettkrähen sehr gut angekommen. Und auch bei ihnen würden die Hähne seit Jahren kräftig von den Teilnehmenden und den Gästen angefeuert. Ebenfalls Tradition habe zum Abschluss die sogenannte Nullrunde. Hier gewann der Hahn, der am längsten ruhig bleibt. Wer zuerst kräht, fliegt raus, sagte Burr.