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Hadzic schweigt vor UN-Tribunal

Hadzic schweigt vor UN-Tribunal

Der mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher Goran Hadzic hat sich bei seinem ersten Auftritt von dem UN-Kriegsverbrechertribunal nicht zur Anklage geäußert. Zugleich weigerte sich der 52-jährige Ex-General, der für die Ermordung und Vertreibung Tausender Kroaten während der Jugoslawienkriege verantwortlich sein soll, sich die Verlesung der Anklageschrift anzuhören. Sein Anwalt teilte in Den Haag mit, Hadzic wolle vor einer Äußerung die Anklageschrift studieren und sich ein Team von Verteidigern zusammenstellen. Insgesamt zeigte sich der Angeklagte jedoch kooperativ.

Hadzic, dessen Festnahme ein wichtiger Schritt für Serbiens EU-Beitrittsgesuch ist, wird in 14 Anklagepunkten der Prozess gemacht. Darunter sind Folter, Mord und die vorsätzliche Tötung von Zivilisten. Mindestens 130.000 Menschen wurde in den 1990er Jahren in den Kriegen zwischen Serben, Kroaten, Muslimen und Albanern getötet.