Helden und Hoffnungsschimmer

Coronavirus - Good-News-Ticker: Die Nudeln kommen auf der Rutsche

Positive Meldungen sind gut für die Seele, gerade in Zeiten von Corona
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04. April 2020 - 12:30 Uhr

Geschichten, die uns in der Pandemie-Krise Mut machen

Jeden Tag erreichen uns schlimme Nachrichten: neue Fallzahlen, Meldungen von Toten, von Experten und Politikern, die um die richtigen Entscheidungen ringen. Und natürlich halten wir Sie darüber stets in unserem +++ Live-Ticker +++ auf dem Laufenden. Aber in all dem Leid und in unser aller Verunsicherung wollen wir auch schöne Momente mit Ihnen teilen. Momente, die uns Mut machen, die Hoffnung aufkommen lassen. Geschichten von Menschen, die andere nicht im Stich lassen. Die Ideen haben, die uns allen helfen in dieser Ausnahmesituation und die die Krise mit Humor und Haltung meistern.

Mit Fantasie und Kreativität gegen die Corona-Krise

In der Corona-Krise müssen gerade Gastronomiebetriebe kreativ werden, um unter Einhaltung der Abstandsregeln zumindest Abhol- und Lieferdienste anbieten zu können. Unerwartete Hilfe aus der Nachbarschaft hat dabei ein Ramen-Restaurant, also eines in dem es um japanische Nudeln geht, im Hamburger Karolinenviertel erhalten.

Eine Nachbarin hat für das Lokal eine Rutsche gebaut. "Wir haben nach Beginn der Maßnahmen direkt auf Abhol- und Liefergeschäft umgestellt", sagt Inhaber Florian Ridder. "Doch besonders im Eingangsbereich war es für wartende und neue Kunden schwer, genügend Abstand zu halten." Eine befreundete Nachbarin sei dann auf die Idee gekommen eine Ramen-Rutsche zu bauen, die man an der Treppe zur kleinen Terrasse vor dem Restaurant anbringen kann. Für ihn ist die Rutsche vor allem ein Zeichen dafür, dass es mit etwas Kreativität und Einfallsreichtum auch in der aktuellen Situation weitergehen kann.

Vermutlich ältester Corona-Überlebender der Welt ist 104 Jahre alt

Ein Mann im biblischen Alter von 104 Jahren hat im US-Bundesstaat Oregon eine Covid-19-Erkrankung überstanden. Er hat im zweiten Weltkrieg gekämpft und nun auch eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus überstanden: Bill Lapschies. Am Mittwoch feierte er in seiner Heimatstadt Lebanon seine Genesung - und seinen 104. Geburtstag mit seiner Familie und Freunden, natürlich mit gebührendem Social-Distancing-Abstand.

Wie er die Krankheit besiegt hat? "Ich weiß es nicht", antwortete der rüstige Kriegsveteran, der nun in einem Pflegeheim wohnt. "Es ging einfach wieder weg." Er habe die Infektion einfach ausgesessen.

Deutschland ist in der Corona-Krise gut mit Intensiv-Betten ausgestattet

Intensivstationen sind gut ausgestattet
Deutschland ist gut mit Intensiv-Betten ausgestattet
© dpa, Marcel Kusch, mku bsc

In Deutschland stehen derzeit rund 40.000 Intensiv-Betten zur Verfügung. Das hat das Statistische Bundesamt festgestellt. Damit kommen auf 100.000 Einwohner ca. 34 Betten. Demnach stehen den Patienten jetzt doppelt so viele Intensiv-Betten zur Verfügung als zu Beginn der Pandemie. Damit wäre Deutschland derzeit mit sechsmal so vielen Intensiv-Betten ausgestattet wie Italien. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann die Kapazität bei Bedarf noch weiter erhöht werden.

Die Uniklinik Essen macht vor, wie man einem Krankenhaus-Kollaps vorbeugt

Wie andere Länder medizinisch ausgestattet sind, lesen Sie hier

Kylie Jenners Kosmetikfirma produziert jetzt Desinfektionsgel

Kylie Jenner zeigt in der Corona-Pandemie, dass sie ein großes Herz hat
Kylie Jenner zeigt in der Corona-Pandemie, dass sie ein großes Herz hat
© Xavier Collin/Image Press Agency/Splash News / SplashNews.com

Auch in den vom Corona-Virus besonders hart getroffenen USA sind Desinfektionsmittel Mangelware. Deshalb stellt die Firma von Kylie Jenner jetzt welches her - statt Schminke. Dass es ihr nicht nur ums Geld-Verdienen geht, zeigt die jüngste Selfmade-Milliardärin aller Zeiten mit einer Spende.

Kylie Jenner zeigt Herz in der Corona-Krise

Oprah Winfrey spendet für Corona-Hilfsmaßnahmen

Oprah Winfrey
US-Moderatorin Oprah Winfrey
© dpa, Evan Agostini, EA pat wst

US-Starmoderatorin Oprah Winfrey (65) will zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet gut neun Millionen Euro) für Corona-Hilfsmaßnahmen bereitstellen. "Ich spende, um Amerikanern während dieser Pandemie in Städten, im ganzen Land und in Gebieten, in denen ich aufgewachsen bin, zu helfen", schrieb sie auf Twitter.

Was andere Promis gegen die Corona-Krise tun, lesen Sie hier

RKI-Chef Wieler: Anti-Corona-Maßnahmen zeigen messbare Wirkung

Lothar H. Wieler, President of the Robert Koch Institute (RKI), briefs the media during a news conference of the Robert Koch Institute about the status of the spread of the coronavirus in Berlin, Germany, April 3, 2020. (Michele Tantussi/Pool via AP)
Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts
© AP, axs

Ein Hoffnungsschimmer, wenn auch keine Entwarnung. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, das die Bundesregierung in der Corona-Krise berät, sagt, die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus zeigten Wirkung. Ein Infizierter stecke in Deutschland nur noch einen weiteren Menschen an.

Mehr zur aktuellen Einschätzung der Lage durch das RKI finden Sie hier

Corona-Langeweile? Joanne K. Rowling weiß Abhilfe

LONDON, ENGLAND - SEPTEMBER 27:  Author J.K. Rowling attends photocall ahead of her reading from 'The Casual Vacancy' at the Queen Elizabeth Hall on September 27, 2012 in London, England.  (Photo by Ben Pruchnie/Getty Images)
J.K Rowling - In Conversation
© Getty Images, Ben A. Pruchnie

Kostenlos nach Hogwarts: "Harry Potter"-Hörbücher und vieles mehr rund um das beliebte Internat für Zauberlehrlinge hat die Erfolgsautorin auf einer Website zusammengetragen für Menschen, denen in der Quarantäne die Decke auf den Kopf fällt oder die Kinder beschäftigen müssen, während sie arbeiten.

Mehr Infos über Joanne K. Rowlings Ablenkungsprogramm

Jens Spahn: Erste Hinweise auf Wirksamkeit von Medikamenten im Kampf gegen Corona

26.03.2020, Berlin: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht auf einer Pressekonferenz zum Thema Bekämpfung des Coronavirus. Foto: Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Corona - Jens Spahn ist hoffnungsvoll bei der Suche nach Medikamenten gegen das Virus
© dpa, Annegret Hilse, axs

Jens Spahn ist positiv gestimmt: "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte Gesundheitsminister. Um das zu überprüfen, sollen Studien "schnellstmöglich möglich" gemacht werden. Bisher wurden vorwiegend Präparate eingesetzt, die die Symptome der Erkrankten lindern sollten.

Mehr zur Suche nach einem Medikament gegen das neuartige Corona-Virus

Mit Corona-Infektion zum Zahnarzt? Hessen macht's vor mit spezialisierten Praxen

03.04.2020, Sachsen, Dresden: ILLUSTRATION - Zahnarzt Conrad Kühnöl (r) behandelt mit Visier, FFP3 Atemschutzmaske und Virenschutzkittel mit seinen Zahnmedizinischen Fachangestellten einen Corona-Patienten in seiner Zahnrztpraxis (gestellte Szene). F
Coronavirus · Beim Zahnarzt in Dresden
© dpa, Robert Michael, ert tba

Mit einer Coronainfektion in Quarantäne und dann auch noch Zahnschmerzen? Um auch positiv getestete Patienten in einem solchen Fall versorgen zu können, wird in Hessen ein Netz aus Zahnarzt-Notfallpraxen aufgebaut. Das berichtete der Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen, Michael Frank, der Deutschen Presse-Agentur. 45 Praxen im Land hätten sich bereiterklärt, solche Fälle zu übernehmen, 17 seien bereits tätig. Das Problem sei, an besondere Schutzkleidung und Visiere zu kommen, wie sie auf unserem Bild zu sehen sind. Dadurch könne die Zahl der Notfallpraxen für Corona-Patienten nicht so schnell wachsen wie erhofft. 

Patienten, die nachweislich infiziert sind und einen Zahnarzt brauchen, sollen sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, die Corona-Hotline oder ihren normalen Zahnarzt wenden. Dort erfahren sie, wer sie behandelt.

„All you need is love“ und ein bisschen Taktgefühl - gemeinsam tanzen gegen Corona-Frust

Aus den Boxen kommt  "All you need is love" von den Beatles und eine ganze Straße im britischen Cheshire schwingt gemeinsam das Tanzbein. Natürlich mit dem gebotenen Sicherheitsabstand. Zusammen wird hier das "Social Distancing" gelebt und gefeiert. Was als eine einmalige Aktion begann, kam so gut an, dass jetzt täglich getanzt wird.

Wie es aussieht, wenn eine ganze Straße tanzt ist hier zu sehen

Tolle Idee: Studierende unterstützten kostenlos Schüler*innen

Manchmal gibt es beim Lernen in Zeiten von Corona Probleme
Zu Hause lernen ist nicht immer einfach
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Die Kinder haben derzeit keine Schule und müssen in der Corona-Krise ihre Hausaufgaben von zu Hause aus erledigen. Dabei können die Eltern nicht immer helfen, die Lehrer sind durch Mailfluten überlastet oder aber das nötige Equipment steht den Kids nicht zur Verfügung.

Eine Gruppe Studenten hat sich darum etwas Geniales ausgedacht: die "Corona School". Christopher Reiners, Gero Embser, Lukas Pin und Tobias Bork haben eine digitale Plattform gegründet, auf der sich Schüler mit Studenten vernetzen können. Sie können Hilfe bei Hausaufgaben erhalten, sich unklare Sachverhalte erklären lassen oder Fragen stellen. Denn auch die Studenten haben frei, weil die Uni ausfällt. Und das Tolle daran: Die Unterstützung bekommen Schüler ganz umsonst, denn die Studenten machen ehrenamtlich mit. Bislang haben sich bereits mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler und mehr als 2.600 Studierende verschiedener Fachrichtungen registriert.

Noch mehr gute Corona-Nachrichten?

In Zeiten von Corona brauchen wir Geschichten, die uns Mut machen, noch mehr als sonst
In Zeiten von Corona brauchen wir Geschichten, die uns Mut machen, noch mehr als sonst
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Finden Sie im Teil 1 unserer Good-News-Chronik! Dort haben wir noch mehr Geschichten gesammelt, die uns in diesen schweren Zeiten Mut gemacht, gerührt oder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.

Good News in Corona-Zeiten Chronik Teil 1

Good News in Corona-Zeiten Chronik Teil 2

Good News in Corona-Zeiten Chronik Teil 3

Wir und Corona: Der Podcast zur Corona-Krise

Welche Folgen hat die Coronakrise für die Wirtschaft, die Gesellschaft, für uns persönlich?
Was heißt die Coronakrise für die Wirtschaft, die Gesellschaft, für uns persönlich?
© Ilya Andriyanov (Ilya Andriyanov (Photographer) - [None], Ilya Andriyanov

Was tun, wenn der Partner in der Pandemie-Krise plötzlich den Lagerkoller bekommt und zuschlägt? Wie bekommen wir es unter einen Hut, auf einmal Hauslehrer zu sein und gleichzeitig im Home Office zu arbeiten? Warum Hamsterkäufe für unser Gesundheitssystem die größte Belastung sind und was das Virus mit der Liebe macht, erörtert unser Stern.de-Kollege Florian Güßgen jeden Tag mit einem Experten im Podcast. Reinhören!

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