ADAC erwartet zweistelligen Sprung beim Sprit

Schluss mit Corona-Preisen bei Benzin und Diesel?

Tanken
© dpa, Felix König, fel wst fgj vco

27. November 2020 - 9:51 Uhr

Zum Jahreswechsel steigen Kraftstoffpreise deutlich

Noch tanken Autofahrer verhältnismäßig günstig, doch zum Jahreswechsel erwartet der ADAC einen kräftigen Sprung bei den Spritpreisen. Denn nicht nur der Ölpreis erreichte am Mittwoch die höchsten Stände seit März und damit zu Beginn des ersten Lockdowns.

Ölpreis erreicht höchsten Stand seit März

Als stärkster Preistreiber für Öl gilt ausgerechnet die Aussicht auf eine schnelle Einführung wirksamer Corona-Impfstoffe - möglicherweise noch im Dezember. "Das steigert das Vertrauen des Marktes in eine schnelle Normalisierung der Wirtschaft und damit der Ölnachfrage", erklärt Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank.

Den Spritpreis werden zum Jahreswechsel außerdem gleich zwei Effekte nach oben treiben, wie ein ADAC-Sprecher sagt: Zum einen der CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne, der Diesel um rund 8 und Super E10 um rund 7 Cent teurer machen wird. Zum anderen endet die Mehrwertsteuersenkung. Durch diese beiden Effekte geht der ADAC von einem Anstieg von 10 bis 11 Cent pro Liter beim Sprit aus.

Die aktuell gestiegenen Ölpreise haben an der Zapfsäule allerdings noch nicht durchgeschlagen, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Demnach kostete ein Liter Super E10 am Dienstag im bundesweiten Tagesmittel 1,204 Euro. Das sind 0,7 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel verteuerte sich minimal um 0,1 Cent auf 1,063 Euro. Damit sind beide Kraftstoffe nach wie vor deutlich billiger als vor Beginn der Corona-Krise. Derzeit macht es vor allem die niedrige Nachfrage den Tankstellen schwer, die Preise zu erhöhen.

Quelle: DPA / RTL.de