Kult-Comeback des Jahres

Gruschel-Alarm! StudiVZ macht weiter - unter neuem Namen

Es wird wieder gegruschelt: Aus "StudiVZ" wird "VZ"
© Screenshot / vz.net

28. April 2020 - 11:00 Uhr

"StudiVZ" ist tot, lang lebe "VZ"!

"Sag mal, was ist eigentlich aus StudiVZ geworden?" Kennen Sie auch noch, oder? Die Seite mit dem Gruscheln, den verrückten Gruppen und dem pink-roten Exceltabellen-Charme? Für alle unter 20 kaum vorstellbar, aber StudiVZ war hierzulande tatsächlich mal die Social-Media-Plattform schlechthin, bevor Facebook und Instagram aus den USA zu uns herübergeschwappt sind und StudiVZ in die Versenkung gekegelt haben. Und ganz ehrlich, ein kleines bisschen haben wir es doch auch vermisst, oder? Gute Nachrichten für alle Nostalgiker: "StudiVZ" wird zwar im Juni offiziell lahmgelegt - dafür soll jetzt aber eine neue Seite alte Gruschel-Junkies begeistern. Und die heißt ganz schlicht: "VZ".

Gruscheln statt liken: "VZ" sagt Facebook den Kampf an

Und dieses neue Portal soll mit jeder Menge Retro-Feeling punkten. So versprechen es zumindest die Macher. Klar, wild in der Gegend rumgegruschelt wird auch weiterhin. Das eigentliche Highlight soll aber ein überarbeitetes Gruppen-Feature sein. Ja, da dürften alten StudiVZ-Hasen die Augen leuchten! Das Highlight waren damals die witzigen Spaß-Communitys: "Jeder Topf hat einen Deckel! Ich glaub', ich bin ein Wok..." oder "Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem" und viele weitere.

Allerdings sollen die Gruppenseiten diesmal einfacher zu bedienen und auch übersichtlicher sein. Wem eine bestimmte Funktion nicht gefällt, der soll sie einfach deaktivieren können - quasi nach dem Baukastenprinzip. "Die Nutzer bekommen alle Bausteine, um ihre Gruppen genau passend aufzusetzen und zu vernetzen, ohne dass die Themen auf einer unpersönlichen Timeline diskutiert werden", werben die Macher. Eine direkte Kampfansage gegen den großen Rivalen Facebook.

StudiVZ hat ein neues Design - und heißt jetzt nur noch "VZ".
StudiVZ ist mit neuem Design wieder da - als "VZ".
© Screenshot/vz.net

StudiVZ-Nachfolger wirbt mit Transparenz und Datenschutz

Finanzieren soll sich das neue Portal durch Werbeanzeigen auf der Seite, also etwa Banner und Videos, sowie mit Kaufinhalten innerhalb von Spielen. Personalisierte Werbung soll sich über das Einstellungs-Menü aber abschalten lassen.

Wichtig ist den Betreibern nach eigenen Angaben auch die Privatsphäre: Nutzerdaten sollen auf Servern in Deutschland liegen, deutsche Datenschutzvorgaben eingehalten und keine Daten weiterverkauft werden. Hierin könnte einer der überzeugendsten Plus-Punkte gegenüber den Social-Media-Riesen aus den USA liegen.

Übrigens: Wer noch einen alten StudiVZ- oder MeinVZ-Account hat und sich nach gut einem Jahrzehnt noch an seine Login-Daten erinnert, kann noch bis Ende Juni seine alten Fotos hinüberretten. Danach werden alle bestehenden Daten gelöscht.