Sie zeigte zwölf israelische Teenager bei der Polizei an

Gruppenvergewaltigung war gelogen: Britische Touristin auf Zypern festgenommen

01. August 2019 - 13:43 Uhr

Angebliche Vergewaltiger kamen wieder frei

Die Vorwürfe waren schwerwiegend: Eine britische Touristin behauptete, dass sie im Hotel auf Zypern von zwölf Israelischen Teenagern vergewaltigt worden sei. Jetzt wurde sie selbst festgenommen, denn die Ermittler haben den Verdacht, dass die 19-Jährige sich das angebliche Verbrechen nur ausgedacht hat. Die zwölf Israelis im Alter zwischen 16 und 19 wurden freigelassen. Wie sehr sich die jungen Männer über ihre Freilassung freuen, zeigen wir im Video.

19-Jährige wollte sich offebar für Sexvideos rächen

Festnahme in Ayia Napa
Nach der Anzeige der Britin wurden zwölf Touristen in Ayia Napa festgenommen. Später kamen die jungen Männer wieder frei.
© REUTERS, YIANNIS KOURTOGLOU, YK/MAR

Die angebliche Gruppenvergewaltigung soll sich am 17. Juli in einem Hotel in Ayia Napa ereignet haben. Am 18. Juli nahm die Polizei die israelischen Jugendlichen fest. Fünf wurden kurze Zeit später freigelassen, weil es keine Beweise dafür gab, dass sie an dem Vorfall beteiligt waren. Jetzt kamen auch die anderen sieben wieder auf freien Fuß.

Stattdessen sitzt nun das angebliche Opfer in Polizeigewahrsam. Die Ermittler werfen ihr falsche Anschuldigungen vor, wie britische Medien berichteten. Offenbar hatte die Frau freiwillig mit mehreren Israelis aus der Gruppe Sex. Sie änderte ihre Aussage, als die Ermittler sie mit Videos von der angeblichen Tat konfrontierten und räumte ein, dass es keine Vergewaltigung gewesen sei.

Laut dem "Telegraph" wollte die 19-Jährige sich rächen, weil ein paar der jungen Männer sie beim Sex gefilmt hätten. Damit sei sie nicht einverstanden gewesen. Darum sei sie im Nachhinein zur Polizei gegangen. Jetzt droht der Frau wegen der falschen Beschuldigungen eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Israelis wollen die Britin verklagen

Vermeintliche Gruppenvergewaltigung in Zypern
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau sich die Gruppenvergewaltigung nur ausgedacht hat.
© REUTERS, YIANNIS KOURTOGLOU, YK/APR

Ihr Anwalt erklärte laut der britischen Zeitung "Daily Mail", seine Mandantin sei trotzdem ein Opfer. Die 19-Jährige sei gegen ihren Willen beim Sex gefilmt und die Videoaufnahmen ohne ihr Einverständnis online verbreitet worden. Das sei eine viel schlimmeres Verbrechen als die falschen Behauptungen, die seiner Mandantin vorgeworfen werden.

Die zwölf Israelis flogen inzwischen wieder nach Hause. Sie wollten auf Zypern noch einmal Party machen, bevor sie ihren Militärdienst antreten. Die jungen Männer kündigten an, die Britin auch noch auf Schadensersatz und für Verdienstausfälle verklagen zu wollen. Einige gaben laut der "Daily Mail" an, die junge Frau noch nicht einmal gekannt zu haben.