Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Hat Majd H. schon mal vergewaltigt?

02. November 2018 - 15:42 Uhr

Polizei sucht mit DNA-Spuren nach weiteren Verdächtigen

Majd H. vorbestraft und gilt als Intensivtäter – das teilte die Polizei jetzt auf einer Pressekonferenz mit. Die 18-Jährige, die nach einer Party-Nacht in Freiburg von mehreren Männern vergewaltigt wurde, ist also wohl nicht das erste Opfer des mutmaßlichen Haupttäters. Im Jahr 2017 soll der 22-Jährige bereits an einer Vergewaltigung in seiner eigenen Wohnung beteiligt gewesen sein.

Körperverletzungen und Taten mit Sexualbezug

Gemeinsam mit einem weiteren Verdächtigen aus dem aktuellen Fall und einem weiteren Mann soll der inzwischen 22-Jährige an der früheren Vergewaltigung beteiligt gewesen sein. Das Opfer sei damals eine Bekannte des Verdächtigen gewesen, hieß es bei der Pressekonferenz.

Seit Sommer 2018 soll der mutmaßliche Haupttäter nach Polizeiangaben drei Körperverletzungen und zwei Taten mit Sexualbezug begangen haben. Er gilt nach Einschätzung der Ermittler als Intensivtäter. Fünf der sieben weiteren Verdächtigen, die in Untersuchungshaft sitzen, sind ebenfalls vorbestraft. Mit zwei DNA-Spuren sucht die Polizei nach weiteren Tatverdächtigen.

Wehrlos im Wald: Einzelheiten zum Tathergang

Den Abend der Tat am 13. Oktober hat die Polizei rekonstruiert und auf der Pressekonferenz in Einzelheiten erklärt: Die 18-Jährige habe in einem Freiburger Club Drogen in Tablettenform konsumiert und etwas getrunken. Die toxikologische Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, sagten die Ermittler. Bei der Tablette könnte es sich um Ecstasy handeln.

Gegen Mitternacht habe die junge Frau den Club verlassen. Gemeinsam mit dem mutmaßlichen Haupttäter sei sie zu einem Wäldchen gegangen, schilderte die Polizei. Dort soll der zum Tatzeitpunkt noch 21 Jahre alte Mann die junge Frau vergewaltigt haben. Anschließend soll er –zurück im Club – mehreren Männern gesagt haben, dass die Frau wehrlos im Wald liege. Diese seien dann nach und nach zu der jungen Frau gegangen, um sie ebenfalls zu vergewaltigen. Die 18-Jährige wird inzwischen von Opferschutz-Experten betreut. Sie wirke stabil, hieß es von der Polizei.