Grundstücksnutzer-Verband: Zugang zu eigenen Ferienwohnungen

26. März 2020 - 13:42 Uhr

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) dringt auf eine Lockerung der von Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Epidemie verhängten Reisebeschränkungen. So sollen nach dem Willen des Verbandes auch Bürger aus anderen Bundesländern ihre Datschen und selbst genutzten Ferienwohnungen im Nordosten aufsuchen können, was ihnen seit einer Woche untersagt ist. "Es geht hier nicht um Tourismus, sondern um Menschen, die ihre Häuschen und Wohnungen selbst nutzen. Die meisten von ihnen stammen aus Großstädten wie Berlin. Viele von ihnen sind Senioren, die gerade in den Großstädten einem besonderen Risiko unterliegen", begründete VDGN-Präsident Christian Gräff in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung die Forderung.

Er appellierte an die Landesregierung in Schwerin, auswärtigen Besitzern den zeitweiligen Umzug in ihre Datschen und Ferienwohnungen zu erlauben. Selbstverständlich schließe das die Einhaltung aller erlassenen Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln ein.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte in einem Interview der "Ostsee-Zeitung" (Donnerstag) deutlich gemacht, dass er aktuell eine Lockerung des Nutzungsverbots für Zweitwohnungen ablehnt. Das landesweite Einreiseverbot für Touristen gilt bislang bis zum 19. April. Zweitwohnungen, wie etwa Ferienhäuser, dürfen von Besitzern aus anderen Bundesländern nur noch dann genutzt werden, wenn diese Personen in Mecklenburg-Vorpommern beruflich zu tun haben. Für Einheimische gelten die Beschränkungen nicht.

Quelle: DPA