Nach Hundemasken-Auftritt

Grüner Fetisch-Politiker trifft AfD-Mobber

21. Juni 2019 - 23:28 Uhr

Erbitterter Streit in sozialen Medien

Der eine trat als Hund bei der "Zurich Pride"-Demo auf. Der andere pöbelte deshalb in den sozialen Medien rum. Jetzt trafen der Grünen-Politiker, Niclas Ehrenberg, der seinen Fetisch öffentlich zur Schau stellte und der Afd-Mann, Dr. Rainer Balzer, aufeinander. Was bei der unerwarteten Konfrontation passierte, das sehen Sie im Video.

Ehrenberg-Auftritt mit Hundemaske

Zwei Politiker, zwei konträre Meinungen. So konträr, dass in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien ein erbitterter Streit entbrannt ist. Nachdem sich Ehrenberg auf einer schwul-lesbischen Demo auf allen Vieren und in Hundemaske gezeigt hatte, forderte Balzer ihn in einem Instagram-Kommentar zum Rückzug aus der Politik auf.

Dazu schrieb er die Hashtags: "krank", "verbrechen" und "Politikclowns". Als Ehrenberg dem AfD-Mann eine private Nachricht schreibt und darauf hinweist, dass er Anzeige erstatten würde, erhält er keine Antwort. RTL.de liegt diese Nachricht vor. Vor dem Treffen konfrontieren wir die Streithähne in Einzelinterviews mit dem Fetisch-Zoff.

„Ich wünsche mir ganz klar, dass er sich entschuldigt“

"Es ist ein AfD-Politiker, der ein Amt innehat und der diffamiert Leute, deren Meinung er nicht teilt. Ich finde das ist eine Straftat, für die er sich zu entschuldigen hat", sagte der Grünen-Politiker zu den seiner Meinung nach beleidigenden Hashtags. Er habe in den sozialen Medien Morddrohungen bekommen und gebe Leuten, die ihn öffentlich angreifen würden - wie Balzer es getan habe - eine Mitschuld an solchen Entwicklungen. Sein Wunsch: "Ich wünsche mir ganz klar, dass er sich entschuldigt."

Balzer sieht das anders. Seinen Kommentar erklärt er als Satire. Als Beleidigung sei das alles nicht gemeint gewesen, auch wenn er Ehrenberg eher im Showbusiness als in der Politik sehe: "Ich finde, das [Anm. d. Red.: Der Auftritt mit Hundemaske] ist der Würde des Amtes eines Volksvertreters Deutschlands nicht angemessen." Insgesamt könne er Erhrenbergs Demo-Auftritt nicht ernstnehmen.

"Diese Geschichte mit den Hunden und auf Armen und Füßen rumlaufen, das ist ja nun wirklich eine sehr spezielle Angelegenheit – kann man nur mit einer gewissen Distanz und viel Humor anschauen." Trotzdem sei er zu einem Gespräch mit dem Grünen bereit, gerne könnten wir seine Telefonnummer weitergeben.