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Großsaara: Jana (6) in Kleingartenanlage angeschossen – Polizei ermittelt gegen Jäger

Großsaara: Jana (6) in Kleingartenanlage angeschossen – Polizei ermittelt gegen Jäger

Spur führt zu Erntejagd im benachbarten Wald

Für ein sechsjähriges Mädchen fand ein Sommertag im Garten ein schreckliches Ende. Ein Schuss traf die kleine Jana in Großsaara bei Gera in Thüringen an der Hüfte. Das Kind überlebte schwer verletzt. Doch wie konnte das passieren? Die Spur führt zu einer Erntejagd im benachbarten Wald.

RTL-Reporter: "Polizei untersucht Waffen und Munition der Jäger"

Die Polizei ermittelt aktuell wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen sieben Jäger. Der Verdacht: Der Schuss eines Jägers könnte Jana getroffen haben. Denn das Feld, auf dem zum Zeitpunkt des Unglücks eine Erntejagd stattfand, ist nur etwa 500 Meter von der Gartenanlage entfernt. "Die Waffen der Jäger und die Munition werden jetzt untersucht und mit dem Projektil, das gestern Nachmittag hier in der Kleingartenanlage gefunden wurde, abgeglichen", berichtet RTL-Reporter Aaron Fischer.

Eine Erntejagd ist anspruchsvoll. Ein Mähdrescher scheucht die Tiere im Feld auf. Dann versuchen die Jäger, sie zu erlegen. Dabei ist besonders auf den entsprechenden Kugelfang zu achten, wie uns unter anderem Frank Herrmann vom Landesjagdverband Thüringen im Video erklärt. Denn eine Kugel kann sehr schnell abgelenkt werden, speziell dann, wenn weite und flache Schüsse abgegeben werden.

Rettungssanitäter zufällig im Garten nebenan

Ob die Jäger ausreichend darauf geachtet haben, werden die Ermittlungen der Polizei zeigen. Jana jedenfalls musste operiert werden, die Polizei sagt aber immerhin, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht.

Das hat das kleine Mädchen auch einem Rettungssanitäter zu verdanken, der sich zum Zeitpunkt der Schüsse zufällig im Garten nebenan aufhielt. Wie der Mann die dramatischen Minuten erlebt hat und gemeinsam mit Janas Eltern die Erstmaßnahmen einleitete, können Sie sich jetzt ebenfalls in unserem Video anschauen.