Großrazzia in Berlin wegen Mützen aus Hundefell

11. November 2015 - 11:50 Uhr

Produktion unter grausamen Bedingungen

Auf einem Markt am Berliner Alexanderplatz führte die Polizei vor einigen Tagen eine Razzia durch. Der Verdacht: Waren, die angeblich aus Kunstpelz sind, werden aus dem Fell von Hunden gearbeitet, günstig und unter grausamen Bedingungen in China produziert.

Hundeleder
Hundepelze dürfen seit 2008 nicht mehr nach Europa eingeführt werden.
© PETA Asia

Allein in China werden Schätzungen zufolge pro Jahr zehn Millionen Hunde für ihr Fell und Fleisch getötet. Die Tiere werden aus Familien gestohlen oder auf offener Straße eingefangen, in winzigen Käfigen gehalten, ohne Wasser und Nahrung – bis sie bei lebendigem Leib gehäutet werden.

Für 81 Prozent der Deutschen kommt es nicht in Frage, Kleidung mit echtem Fell zu tragen. Doch vielfach wird der Kunde getäuscht. Hundepelze dürfen seit 2008 nicht mehr nach Europa eingeführt werden, daher etikettieren die Händler die Felle falsch – als Kaninchen, Waschbär oder eben Kunstfell.

Sehen Sie im Video, wie man Kunstpelz von echtem Pelz unterscheiden kann!