Opfer verstirbt noch am Tatort

Tödlicher Streit in Asylunterkunft in Großkrotzenburg (Hessen)

Asylunterkunft in Großkrotzenburg
© Fritz Demel

14. Januar 2021 - 11:12 Uhr

Großkrotzenburg: Streit zwischen zwei Bewohnern eskaliert

Bei einem Streit in einer Asylunterkunft in Großkrotzenburg (Mainz-Kinzig-Kreis) ist am Mittwochabend ein junger Mann ums Leben gekommen. Ein Bewohner aus Somalia hatte nach einem Streit mit einem Messer auf den 25-jährigen Afghanen eingestochen.

Zwei Männer aus Somalia und Afghanistan geraten in hessischer Asylunterkunft aneinander

Die Spurensicherung am Tatort in Großkrotzenburg.
Die Spurensicherung am Tatort in Großkrotzenburg.
© Fritz Demel

Zwei Bewohner gerieten aneinander – zunächst nur mit den Fäusten. Als das Opfer, ein Mann aus Afghanistan, fliehen wollte, zückte der Täter ein Messer und stach zu. Nach bisherigen Erkenntnissen erlitt der junge Afghane dabei wohl mehrere Stichverletzungen. Trotz sofortiger Reanimation konnte ein Notarzt nur noch den Tod des Schwerverletzten feststellen. Der 33-jährige Somalier wurde festgenommen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatten ihn nach der Tat überwältigt und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Somalier 2014 bereits wegen versuchten Totschlags verurteilt

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau auf Nachfrage sagte, war der Somalier bereits 2014 wegen versuchten Totschlags zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte damals im benachbarten Maintal eine ähnliche Tat begangen. Die Haftstrafe saß er den Angaben zufolge komplett ab.

Warum die beiden Männer aneinander gerieten ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft und die Kripo Hanau ermitteln jetzt wegen eines Tötungsdelikts.