2. Freies Training zum Steiermark-GP

Max Verstappen holt Bestzeit, Vettel abgeschlagen

10. Juli 2020 - 18:15 Uhr

Verstappen schockt Mercedes

Zweite Trainings-Session für das zweite Österreich-Rennen – und endlich ist Red Bull beim Heimspiel mal ganz vorne. Max Verstappen fuhr im 2. Freien Training für den Großen Preis der Steiermark (Sonntag ab 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW) die schnellste Zeit vor Valtteri Bottas (Mercedes/+0,043) und Sergio Perez (Racing Point/+0,217). Für Ferrari sieht es in Spielberg weiter finster aus. Einen Schreckmoment löste Daniel Ricciardo schon nach einer Viertelstunde aus.

Bei den Bullen lief es zunächst nicht reibungslos. Verstappen meckerte über fehlende Power, Alex Albon drehte sich in der Remus-Spitzkehre. Vor allem der Holländer hatte arg mit den Track Limits zu kämpfen. Mehrere schnelle Runden wurden dem 22-Jährigen aberkannt.

Doch nach gut einer Stunde schaltete Verstappen in den Qualifying-Modus. Verstappen ließ wie von RB-Berater Helmut Marko zuvor im RTL/ntv-Interview angekündigt die Hosen runter und fuhr in der Quali-Simulation die Bestzeit (1:03,660).

Video: Ricciardo crasht im 2. Freien Training

Lewis Hamilton mit dem W11 unzufrieden

Die Ergebnisse des 2. Trainings könnten noch entscheidend werden. Am Samstag drohen Unwetter in Spielberg. Wenn das Qualifying ins Wasser fallen sollte, wären die Ergebnisse des 2. Freien Trainings ausschlaggebend für die Startaufstellung.

Sollte es so kommen, würde Lewis Hamilton nur von Platz 6 starten. Der Titelverteidiger war nicht zufrieden mit seinem W11, er blieb hinter den Erwartungen und sieben Zehntel hinter Spitzenreiter Verstappen zurück. "Lewis ist nicht zufrieden mit dem Auto", heiß es aus der Schwarzpfeil-Pressestelle. Zwischenzeitlich wurde intensiv am W11 gewerkelt.

Dafür geht die Pink-Party munter weiter. Sergio Perez  und Lance Stroll (+0,581) stanzten in ihrer Mercedes-Kopie RP20 die dritt- und viertschnellste Zeit in den Red Bull Ring. Dahinter folgte Carlos Sainz (+0,673) im erneut starken McLaren.

Video: Danner analysiert das 1. und 2. Freie Training

Ferrari-Desaster geht weiter

Die Ferrari-Gurkenzeit geht derweil in die nächste Runde. Das vorgezogene Upgrade mit neuem Unterboden und neuem Flügel schlug sich in den Zeiten nicht annähernd nieder. Vettel landete abgeschlagen auf Platz 16 – mit fast zwei Sekunden Abstand auf die Spitze.

Leclerc schaffte es immerhin auf Rang 9. Damit tuckert die Scuderia weiter den Mittelfeldteams Racing Point und McLaren hinterher - von Red Bull und Mercedes ganz zu schweigen. Sogar George Russell (Williams) landete vor dem viermaligen Weltmeister.

Schon zu Beginn der Session krachte Daniel Ricciardo in der Kurve 9 in die Streckenbegrenzung, der Australier hatte die Kontrolle über seinen Renault verloren. Nach dem heftigen Einschlag verließ der Australier leicht humpelnd das Auto, funkte aber "Ich bin ok".

Kurz darauf gab es auch vom Medical Center offiziell Entwarnung. Der Honigdachs sei renntauglich. Die Session war für mehrere Minuten unterbrochen. Dann begann die Zeit des "fliegenden Holländers".