28. März 2019 - 12:00 Uhr

Bei der Telekom-Hauptversammlung vor gut 2000 Aktionären hat die schwäbische Gemeinde Megesheim ihren großen Auftritt gehabt. Konzernchef Tim Höttges erklärte am Donnerstag in Bonn am Beispiel der 800-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Donau-Ries, dass man beim Netzausbau vorankomme. Per Videoschalte mit einer Kollegin vor Ort wurde eine neue Antenne vorgestellt, die neu in Betrieb genommen worden war - damit können die Megesheimer künftig schnelles mobiles Internet bekommen.

Man habe lange gebraucht, um einen Standort zu finden, monierte Höttges. Eigentlich wollte der Konzern seinen Masten im Ortskern aufbauen, nach Widerstand in der Bevölkerung hat man sich aber mit einem Standort auf einem Feld vor den Toren des Ortes begnügen müssen. Für Höttges war Megesheim damit beispielhaft für die Fortschritte, aber auch für die Probleme beim Netzausbau - in keinem anderen Land brauche es so lange für die Genehmigung für den Bau eines Mobilfunkmastes wie in Deutschland.

Funklöcher sind noch immer ein Ärgernis in Deutschlands Mobilfunk-Landschaft. Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Telekom gut dabei - ihre Mobilfunkmasten erreichen rund 98 Prozent der Haushalte in Deutschland und 87 Prozent der Fläche, die Werte von Vodafone und der Telefónica sind niedriger. Das heißt aber auch: Selbst mit einem Telekom-Mobilfunkvertrag in der Tasche kann man in Deutschland weiterhin in Funklöchern landen.

Quelle: DPA