Polizei gejt gegen Auto-Poser vor

Großeinsatz gegen Raser und Tuner in Dortmund: Festnahmen und Platzverweise

Erneut Großeinsatz gegen Raser und Tuner
© dpa, --, axs

16. Januar 2021 - 15:27 Uhr

Sie wollten den Innenstadt-Wall zur Rennstrecke machen

280 Autos und knapp 450 Menschen, die der Raser- und Tuning-Szene zugeordnet werden, hat die Polizei bei einem erneuten Großeinsatz an drei Stellen in Dortmund kontrolliert. Bis zu 350 Fahrer hätten den dreispurigen Wallring in der Innenstadt zu einer nächtlichen Rennstrecke umfunktionieren oder für das Posen ihrer Wagen nutzen wollen, teilte die Polizei mit. 51 Platzverweise und 13 Anzeigen wurden wegen nach Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ausgesprochen.

Immerhin: Weniger Autos als in der Vorwoche unterwegs

Ein Fahrer kassierte eine Strafanzeige, weil er einen anderen Autofahrer mit einer Taschenlampe geblendet haben soll. Drei Fahrzeuge mit technischen Mängeln wurden sichergestellt.

"Raser stoppen, Unfälle vermeiden, für Ruhe sorgen und Infektionsschutz durchsetzen - mit starker Präsenz auf dem Wall und Kontrollen auf Zufahrtsstraßen haben wir wichtige Ziele erreicht", sagte die Einsatzleiterin, Stephanie Luzemann. Anders als in den Wochen zuvor habe es am Freitagabend und in der Nacht nur wenige Beschwerden über Lärmbelästigungen gegeben. Außerdem seien weniger Autos unterwegs gewesen.

Immer wieder kommt es in Dortmund zu illegalen Beschleunigungsrennen, erheblicher Verkehrsgefährdung und starker Lärmbelästigung des Nachts durch Hupkonzerte und laute Musik. Besonders im Lockdown gab es auf dem Wallring wiederholt derartige Treffen. Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei allein in einer Nacht rund 700 Fahrzeuge gezählt.


Quelle: DPA/rtl.de