Große Gefahr Magersucht

Leben mit der Magersucht: Hanna-Charlotte Blumroth hat ein Buch über ihre Krankheit geschrieben.
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19. Juli 2018 - 13:32 Uhr

Ein Leben zwischen Hunger und Hoffnung

Seit mehr als vier Jahren leidet Hanna Blumroth an Magersucht - hungert sich zwischenzeitlich sogar auf 29 Kilo herunter. Ein Leben zwischen Hunger und Hoffnung - doch ihr stärkster Gegner in diesem Kampf ist - so absurd es auch klingen mag - sie selbst.

Hanna-Charlotte Blumroth vom Lehn wog nur noch lebensgefährliche 29 Kilo, als sie anfing, ihre schmerzhaften Auseinandersetzungen mit ihrer Krankheit niederzuschreiben. In ihrem Buch 'Kontrolliert außer Kontrolle', führt die Magersüchtige Tagebuchaufzeichnungen über ihren Kampf gegen die Krankheit.

Sie versucht, Gründe für ihre Essstörung zu finden. Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeigen auf eine sehr ehrliche Art und Weise, wie sie immer wieder von den Zwangsgedanken ihrer Krankheit eingeholt wird und dennoch versucht, diese für immer zu bekämpfen.

Mit 16 Jahren erkrankt Hanna-Charlotte an Magersucht. Von diesem Tag an geht es für sie nur noch darum, so schnell wie möglich viel Gewicht zu verlieren. Sie zieht sich immer mehr in sich zurück und verändert sich sowohl körperlich als auch seelisch. Freunde und Familie sorgen sich um die 16-Jährige und reagieren hilflos. "In der Hochphase war die Magersucht meine beste Freundin", sagt sie.

An dem Tag, als ihr Untergewicht lebensbedrohlich wird, bringt ihre Mutter sie in die Klinik. Es ist nur ihr erster von vier stationären Aufenthalten. Ein langer Leidensweg. Sie versucht, Gründe für ihre Essstörung zu finden. Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeigen auf eine sehr ehrliche Art und Weise, wie sie immer wieder von den Zwangsgedanken ihrer Krankheit eingeholt wird und dennoch versucht, diese für immer zu bekämpfen.

Hanna ist 16, als ihr Leidensweg beginnt. Sie findet ihren Bauch zu dick, beginnt exzessiv Sport zu treiben, isst nur noch Obst und Gemüse. Am Ende verzichtet sie sogar darauf - ernährt sich ausschließlich von Eiswürfeln. Hannas Mutter ist noch heute entsetzt. Freunde und Familie sorgen sich um die 16-Jährige und reagieren hilflos. "In der Hochphase war die Magersucht meine beste Freundin", sagt sie. An dem Tag, als ihr Untergewicht lebensbedrohlich wird, bringt ihre Mutter sie in die Klinik. Es ist nur ihr erster von vier stationären Aufenthalten. Ein langer Leidensweg beginnt.

Essen wie eine ganz normale junge Frau kann Hanna zwar auch heute noch nicht, aber sie kämpft jeden Tag. Und auch über ihr neues Gewicht kann sie noch nicht sprechen. Doch ihr Buch hat ihr geholfen, und soll auch anderen Betroffenen Mut machen. Ihrem großen Ziel - die Magersucht endlich hinter sich zu lassen - ist sie aber schon jetzt ein ganzes Stück näher gekommen. Neben den bewegenden und ehrlichen Tagebuchaufzeichnungen über den Kampf gegen ihre Krankheit, gibt sie auch einen Einblick in die Hintergründe und Zusammenhänge einer Essstörung.