Kritische Covid-19-Erkrankung

Boris Johnson: Notfallplan für seinen Tod lag bereit

Boris Johnson musste im Krankenhaus St. mit Sauerstoff versorgt werden und lag drei Nächte auf der Intensivstation.
© REUTERS, HANNAH MCKAY

04. Mai 2020 - 10:41 Uhr

Bedrohlichen Situation wegen Covid-19-Erkrankung

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson befand sich während seiner Covid-19-Erkrankung nach eigenen Worten phasenweise in einer äußerst bedrohlichen Situation. "Es war ein ziemlich schwerer Moment, das will ich gar nicht leugnen", sagte Johnson im Interview mit der Zeitung "The Sun". Seiner Auskunft zufolge hatte die Regierung einen Notfallplan für den Fall seines Todes. "Die Ärzte hatten alle Arten von Vereinbarungen für den Fall, dass die Dinge ganz schlecht laufen", ergänzte der Regierungschef.

Mit Sauerstoff versorgt

"Die verdammten Werte gingen immer weiter in die falsche Richtung." Daher hätten die Ärzte über eine invasive Beatmung gesprochen. "Schlimm wurde es, als die Chancen fünfzig zu fünfzig standen, dass sie mir einen Schlauch in die Luftröhre legen müssen", sagte Johnson.

Der 55-Jährige hatte am Montag seine Amtsgeschäfte wiederaufgenommen. Einen Monat zuvor war er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Zunächst verbrachte er zehn Tage abgeschirmt an seinem Amtssitz. Dann kam er ins Krankenhaus St. Thomas, wo er mit Sauerstoff versorgt wurde und drei Nächte auf der Intensivstation verbrachte.