Sa | 14:00

Großbritannien-GP: Lewis Hamilton mit Bestzeit - Sebastian Vettel im Schongang

Lewis Hamilton wurde im 3. Freien Training in Silverstone seiner Favoritenrolle gerecht
Lewis Hamilton wurde im 3. Freien Training in Silverstone seiner Favoritenrolle gerecht © imago/Motorsport Images, Glenn Dunbar, imago sportfotodienst

Kimi Räikkönen hält die rote Fahne hoch

Das enge Duell zwischen Ferrari und Mercedes beim Formel-1-Rennen in Silverstone geht weiter. Im 3. Freien Training zum Großen Preis von Großbritannien trennten den Schnellsten, Local Hero Lewis Hamilton, und den zweitplatzierten Ferrari-Piloten lediglich 93 Tausendstelsekunden. In dem roten Renner saß jedoch nicht die Nummer 1 der Scuderia, sondern Kimi Räikkönen.

Nackenprobleme bremsen Sebastian Vettel aus

​Sebastian Vettel, im 2. Freien Training noch das Maß der Dinge, landete mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf Hamilton nur auf Platz 4 - noch hinter Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Grund: Vettel konnte die Generalprobe für das Qualifying beim 10. Saison-Lauf nur im Schongang fahren. Wegen Nackenproblemen drehte der viermalige Champion nur acht Runden und stieg bereits eine Viertelstunde vor Ende der Session aus seinem Dienstwagen.

Keine guten Aussichten für das Qualifying am Nachmittag und erst recht nicht für das Rennen am Sonntag. Zumindest im 3. Freien Training sprang Räikkönen in die Breche und heizte den Mercedes ein. Immerhin behauptete sich Vettel trotz Handicap vor den beiden Red Bull von Max Verstappen und Daniel Ricciardo auf den Plätzen 5 und 6. Dahinter lieferte Sauber-Rookie Charles Leclerc als Siebter wieder einmal eine Kostprobe seines Talents ab. 

Horror-Crash: Brendon Hartley schwer verunglückt

Überschattet wurde die Quali-Generalprobe von einem fürchterlichen Unfall von Brendon Hartley. Beim Anbremsen vor Kurve 6 brach am Toro Rosso des Neuseeländers plötzlich die linke vordere Radaufhängung. Der Bolide setzte daraufhin mit der kompletten Bodenplatte auf dem Asphalt auf und war damit nicht mehr kontrollierbar. Hartely war nur noch Passagier in seinem eigenen Boliden, der in der Kurve geradeaus schoss, über den Curbs abhob und nahezu ungebremst in die Streckenbegrenzung einschlug.

Glücklicherweise blieb Hartley bei dem Abflug unverletzt, konnte sogar selbstständig aus seinem Cockpit klettern. Zur Sicherheit wurde der 28-Jährige aber dennoch für einen Gesundheitscheck ins Medical Center an der Strecke gefahren. Um Hartleys zerstörten Toro Rosso sicher bergen und die Strecke reinigen zu können, musste die Rennleitung die einstündige Session für knapp 12 Minute unterbrechen. Die Trainingsuhr tickte dabei weiter herunter, gefahren werden durfte aber nicht.

Nico Hülkenberg viel zu langsam

Das Toro-Rosso-Team ging nach dem Crash auf Nummer sicher. Weil die Gründe für den Aufhängungsbruch unklar waren, ließen die Verantwortlichen auch das andere Auto von Pierre Gasly für den Rest des Trainings in der Garage.

Nico Hülkenberg durfte zwar ungehindert Gas geben, kam in seinem Renault aber nicht über Platz 14 hinaus. Nur ein kleiner Trost dürfte es sein, dass Teamkollege Carlos Sainz 39 Tausendstel langsamer war und 15. wurde.

Das Ergebnis des 3. Freien Trainings im Überblick

Das 3 Freie Training zum Nachlesen im Ticker

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