Britisches Gericht hatte Abbruch in der 22. Schwangerschaftswoche angeordnet

Umstrittenes Abtreibungs-Urteil aufgehoben

26. Juni 2019 - 10:26 Uhr

Berufungsgericht entscheidet anders

Das umstrittene Urteil vom vergangenen Freitag ist bereits wieder Geschichte. Ein britisches Berufungsgericht hob die Entscheidung auf, nach der die Schwangerschaft einer behinderten Frau in der 22. Woche hätte abgebrochen werden sollen. Das berichtet die "New York Times".

Ärzte plädieren für Schwangerschaftsabbruch

Grund für die jetzt aufgehobene Entscheidung war eine "Entwicklungsbeeinträchtigung und Affektstörung" der werdenden Mutter. Bei der Frau soll es sich laut britischen Medienberichten um eine Nigerianerin in den "Zwanzigern" handeln, die unter der Obhut einer Stiftung steht. Die Ärzte, die sich um die Frau kümmern, hatten sich für die Abtreibung eingesetzt.

Die Mutter der Schwangeren - nach eigener Aussage Hebamme - hatte sich gegen die Entscheidung der Ärzte gewehrt und angegeben, sich selbst um die Betreuung des Kindes kümmern zu wollen.

Britische Medien berichteten, dass eine polizeiliche Untersuchung im Gange sei. Unter anderem sollten die Umstände der Schwangerschaft geklärt werden. Die Frau lebe in London und besitze die geistige Leistungsfähigkeit eines sechs bis neunjährigen Kindes.