Drei Monate nach Unfall in Bahrain

Grosjean nach dem Horror-Crash: Rieche immer noch das brennende Auto

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22. Februar 2021 - 9:04 Uhr

Ein täglicher Kampf

Drei Monate liegt der schwere Unfall von Romain Grosjean beim Großen Preis von Bahrain mittlerweile zurück, doch mit den Folgen kämpft der Ex-Haas-Pilot immer noch. Tag für Tag. Psychisch und Physisch.

Hände schmerzen immer noch

"Morgens, wenn ich aufwache, ist es nicht einfach, meine Hände zu bewegen. Es ist ein furchtbares Gefühl, wenn ich versuche, die Finger zu bewegen", sagte der Franzose im Gespräch mit dem SFR. Bei dem Crash hatte er sich teils schwere Verletzungen an den Händen zugezogen. Besonders die linke Hand macht ihm noch heute zu schaffen.

"Ich bewege meine Finger dreitausendmal am Tag, denn nur so kriege ich die Beweglichkeit wieder zurück", berichtete Grosjean über seinen täglichen Kampf. Denn seinen Traum vom Motorsport will er nicht so einfach aufgeben. Ab dieser Saison ist er in der amerikanischen IndyCar-Serie am Start. Nicht nur sportlich ist ein harter Weg zurück in den Wettbewerb.

Geruch von brennender Kohlefaser

Die sichtbaren Wunden sind das eine, die psychische Belastung das andere. Die Bilder von den Flammen verfolgen Grosjean noch heute: "Ich hatte allen erzählt, es habe kein Feuer im Cockpit gegeben. Dann sah ich die Bilder der Onboard-Kamera, die noch nicht öffentlich gemacht worden sind. Das Feuer ist überall. Einfach überall. Mein Gehirn scheint diese Information verdrängt zu haben, nach dem Motto: Was ändert es? Nichts unmittelbar."

Auch der Geruch von brennender Kohlefaser lässt Grosjean nicht mehr los. "Erst kürzlich habe ich ihn wieder in der Nase. Es war auf einmal wieder da. Das ist erst im Nachhinein passiert. Diese Informationen kamen dann erst vor Kurzem wieder hoch."