Grippe geht um: Bisher 182 Nachweise in Brandenburg

Eine Frau liegt im Bett und putzt sich die Nase. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Archiv
© deutsche presse agentur

23. Januar 2020 - 5:30 Uhr

Die Grippewelle hat in Brandenburg begonnen. Von Anfang Oktober 2019 bis Mitte Januar dieses Jahres ist das Influenza-Virus nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Potsdam bei 182 Patienten nachgewiesen worden. Im gleichen Zeitraum der Vorsaison waren es 139 Fälle.

Als Grippesaison gilt die Zeit von Anfang Oktober bis Mitte April. Grippewellen, während denen sich die Viren besonders stark ausbreiten, beginnen normalerweise im Januar oder Februar.

Insgesamt wurden im Land in der vergangenen Saison 5453 Erkrankungen mit Labornachweis gemeldet. Im Winter 2017/18 verlief die Welle dagegen außergewöhnlich schwer: mit insgesamt 10.166 Fällen in Brandenburg.

Gemäß Infektionsschutzgesetz ist nur der direkte Nachweis von Influenzaviren meldepflichtig. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass die Zahl der Influenzaerkrankungen höher liegt, da nicht jeder Grippe-Kranke zum Arzt geht.

Seit Beginn der Grippesaison im Oktober haben sich nach Angaben des Hausärzteverbandes Brandenburg bereits viele Brandenburger gegen Influenza impfen lassen. Genaue Zahlen liegen zunächst nicht vor. Der Grippe-Impfschutz muss jedes Jahr erneuert werden.

Quelle: DPA