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Grindel-Nachfolge: Niemand will DFB-Präsident werden

Boss für Löw, Bierhoff & Co. gesucht

DFB-Präsident? Hochkaräter winken ab

ARCHIV - Joachim Löw (r), Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, und Teammanager Oliver Bierhoff lächeln am 22.02.2012 während der Pressekonferenz in Berlin. Löw und Bierhoff verzichten auf einen Besuch des deutschen Champions-League
Joachim Löw und Oliver Bierhoff
dpa, Marcus Brandt

Will denn niemand DFB-Boss werden?

Der Deutsche Fußball-Bund hat große Probleme, einen Kandidaten für die Wahl am 27. September zum Verbandspräsidenten zu finden. Laut ‘Spiegel‘ handelte sich eine eigens für die Suche beauftragte Personalberatung Absagen von mehreren hochkarätigen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft ein.

Top-Plätze im Stadion und Kabinen-Besuche können nicht locken

Mainz, Deutscher Fußball-Bund, DFB, Deutsche Nationalmannschaft, emspor, EM-Qualifikation: Deutschland vs Estland Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel
Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel war Tribünen-Gast beim letzten Länderspiel der deutschen Mannschaft in Mainz gegen Estland (8:0)
www.imago-images.de, imago images / Hartenfelser, via www.imago-images.de

Bei allen Spielen der deutschen Nationalmannschaft einen der besten Plätze im Stadion haben, in die Kabine des DFB-Teams dürfen, dem Bundestrainer schon mal die Meinung geigen, im Optimal-Fall sogar den WM-Pokal in Händen halten – all das und noch vieles mehr darf der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Natürlich hängt noch weit mehr an dieser Aufgabe, doch trotz der vielen, exklusiven Benefits, die dieser Job mit sich bringt, will offenbar kaum jemand Nachfolger von Reinhard Grindel werden und den größten Sport-Verband der Welt führen.

Prominentes Trio sieht sich nicht als Präsidentschaftskandidat

Wie ein Personalberater am Rande einer Sitzung mit Regional- und Landesverbänden mitteilte, haben der ehemalige Adidas-Chef Herbert Hainer, der langjährige Aufsichtsratschef der Commerzbank Klaus-Peter Müller und der ehemalige Innenminister Thomas de Maiziere kein Interesse an dem Funktionärsposten.

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Verband lässt sich nicht in die Karten schauen

Weder die Betroffenen noch der Verband wollten das aber bestätigen. “Der DFB äußert sich in der Öffentlichkeit weiterhin nicht zum laufenden Prozess“, sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker auf dpa-Anfrage. “Im Übrigen beteiligen wir uns auch nicht an falschen Spekulationen.“

Der DFB, der seit dem Abschied von Ex-Boss Grindel Anfang April kommissarisch von den Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch geführt wird, wollte ursprünglich bis zum 26. Juli einen Kandidaten für das vakante Präsidentenamt finden und diesen am 1. August öffentlich machen. Da die Suche nach einer neuen Führungsfigur jedoch nicht wie erwartet vorankommt, wurde die Frist jüngst auf Ende August verschoben.