Statt Lachen gab es bittere Tränen

Grinch frisst Elf: Weihnachts-Prank einer Mutter geht nach hinten los

Der Weihnachts-Prank einer Mutter aus England ist ordentlich schiefgegangen.
© Caters Photo

04. Dezember 2020 - 16:27 Uhr

Harmloser Scherz oder unsensible Grausamkeit?

Der Weihnachts-Streich einer Mutter aus England an ihrem fünfjährigen Sohn ist ordentlich schiefgegangen – zumindest für den kleinen Oscar. Der weinte nämlich bitterlich, weil er dachte, sein geliebter Weihnachtself sei vom bösen Grinch gefressen worden. Inszeniert hatte die Szene seine Mutter Tanya Lee, die sich einen Spaß erlauben wollte. Sie ist nach wie vor der Meinung, dass das ganze ein lustiger Streich war – und keine traumatische Erfahrung für ihren Sohn. Doch es gibt auch andere Meinungen dazu.

"Elf on a shelf" ist eine englische Tradition

Seit mehreren Jahren ist der "Elf on a shelf" Tradition im Hause der alleinerziehenden Mutter. Der Weihnachtself ist in vielen Familien in England verbreitet. Er wird von Raum zu Raum auf Tische, Stühle oder auch Regale gesetzt – deshalb auch Elf on a shelf – und soll im Auftrag des Weihnachtsmannes die Kinder bis Heiligabend beobachten, ob sie auch lieb zu ihren Eltern sind.

Grinch frisst Elf - anderer Elf sitzt weinend daneben

Auch dieses Jahr gab es also mehrere Weihnachtselfen in der Wohnung, die den kleinen Oscar dazu animieren sollten, weiter lieb zu sein. Auch ein Grinch gehört zur jährlichen Weihnachtsdeko bei Familie Lee. Oscar liebt Weihnachten – und alles was dazugehört.

Kurzerhand erlaubte sich Mama Tanya also einen Spaß. Aus übrig gebliebenen Hühnerknochen und Ketchup bastelte sie eine Art Elf-Skelett. Daneben setzte sie den mit Messer und Gabel bewaffneten Grinch sowie einen weiteren Elf, der sich schockiert die Augen zuhält.

„Er war ein bisschen traumatisiert, aber ich fand es einfach nur witzig"

"Der Grinch hat den Elf gefressen!", sagte Tanya ihrem Sohn. Doch der erst fünf Jahre alte Oscar erkennt nicht, dass seine Mutter sich nur einen Spaß erlaubt hat – und bricht in Tränen aus. Über eine halbe Stunde habe er geweint, erzählt Tanya Lee der "Daily Mail". Schnell habe sie den Scherz deshalb aufgeklärt, doch Oscar ließ sich erst beruhigen, als seine Mutter ihm den Elf zeigte. "Er war ein bisschen traumatisiert, aber ich fand es einfach nur witzig. Seitdem ignoriert Oscar das Grinch-Kuscheltier komplett, und wenn er es in der Nähe des Elfs sieht, setzt er den Grinch weg", so Tanya Lee.

Mutter erntet Mini-Shitstorm auf Facebook

Die Mutter teilte die Geschichte samt Fotos auf Facebook – und erntete prompt einen Mini-Shitstorm. Ihr sei schlechte Erziehung vorgeworfen worden, erzählt sie. "Das ist grausam. Soetwas sollte man nicht tun", schrieb ein User unter das Bild. Ein anderer meinte: "Es ist nicht überraschend, dass das Kind traumatisiert ist. Das ist kein netter Streich für ein Kind."

Viele finden die Geschichte allerdings auch lustig – so wie Tanya. Und sie kennt ihren Sohn wohl mit Abstand am besten.