Griechischer Bankrott könnte eine Billion Euro kosten

13. Februar 2016 - 0:42 Uhr

Ein Staatsbankrott Griechenlands könnte nach Einschätzung des Internationalen Bankenverbandes (IIF) die gigantische Summe von über einer Billion Euro kosten. Das geht aus einem vertraulichen Schreiben des IIF vom Februar hervor, das die englischsprachige Athener Zeitung 'Athens News' jetzt veröffentlichte. Die EU-Regierungschefs und ihre Finanzminister sowie Spitzenmanager von Banken hätten Kenntnis von dem Papier, hieß es.

"Ein ungeordneter Ausfall griechischer Staatsschulden hätte einige sehr bedeutsame und schädliche Folgewirkungen", wird aus dem Dokument zitiert. Vor allem dürften weitere Schäden für die ohnehin schon angeschlagene Wirtschaft des Landes und erhebliche soziale Kosten zu befürchten sein. Bei einem Bankrott würden unter anderem Einbußen bei griechischen Schuldverschreibungen, Verluste der Europäischen Zentralbank, zusätzliche Hilfen für Portugal, Irland, Spanien sowie Italien und Rekapitalisierungskosten für Banken zu Buche schlagen.