Griechenland: Hunderte Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen

19. August 2014 - 8:56 Uhr

Flüchtlinge hatten ihre Boote zerstört

Die griechische Küstenwache hat innerhalb von 48 Stunden insgesamt 287 Migranten in der Ägäis aufgegriffen. Vor den Inseln Chios, Leros und Samos wurden am Montagmorgen 79 Menschen aus den Fluten gerettet, teilte die Küstenwache mit. Zuvor waren bereits 208 Migranten in der Ägäis aufgegriffen worden. Sie stammten überwiegend aus Syrien und Afghanistan.

Die geretteten Flüchtlinge hätten ihre Boote zerstört, als sie die Patrouillenboote der Küstenwache gesichtet hätten. Damit sei die Küstenwache verpflichtet gewesen, die 'Schiffbrüchigen' aufzunehmen und nach Griechenland zu bringen. Diesen Rat zur Zerstörung ihrer Schlauchboote erhielten die Migranten von den Schleusern, die ihnen die Überfahrt "für teures Geld" ermöglichten, sagte ein Offizier der Küstenwache aus Chios. Die Ägäis gehört zu den Routen, über die Schleuserbanden Migranten nach Europa bringen. Die Aufnahmelager in Griechenland sind überfüllt. Die Küstenwache hat Informationen, wonach in der Türkei Tausende Migranten auf eine Gelegenheit zur Überfahrt nach Griechenland warten.