Weltwirtschaftsforum in Davos

Greta Thunberg: „Wir müssen die Krise behandeln als das, was es ist. Eine Krise“

Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
© dpa, Markus Schreiber, nwi

21. Januar 2020 - 12:47 Uhr

Greta fordert, ihrer Generation stärker zuzuhören

Die Wirtschaftswelt trifft sich in Davos beim Weltwirtschaftsforum– und Greta Thunberg und einige Mitstreiter sind mittendrin. Greta appelliert an die Welt, der jungen Generation stärker zuzuhören und fordert eine stärkeres Mitspracherecht für sie beim Kampf gegen den Klimawandel.

Auch andere Klimaaktivisten sind in Davos

"Wir müssen die Krise behandeln als das, was es ist: Eine Krise", sagte die 17-jährige Schwedin. "Es muss viel mehr passieren, dies ist erst der Anfang. Persönlich könne sie sich über Aufmerksamkeit nicht beklagen. "Aber die Wissenschaft und die Stimmen der jungen Generation stehen nicht im Zentrum der Debatte. Doch das müssen sie."

Neben Greta besuchen noch weitere Klimaaktivisten die Jahrestagung im Skiort Davos.

Natasha Mwansa aus Sambia sagte: Die Politik habe die Erfahrungen, die jungen Leute die Ideen. Diese müssten besser integriert werden. Es gehe nicht um Reden, sondern ums Handeln und um Unterstützung. "Was zählt ist, was wir zu Hause machen. Wir werden nicht immer in Davos sein."

Salvador Gomez-Colon von der Karibikinsel Puerto Rico forderte, die Klimakrise nicht zu politisieren. "Es ist keine politische Frage." Die Kanadierin Autmun Peltier kritisierte, die Menschen konzentrierten sich nur auf Geld. "Wir müssen uns aber darauf fokussieren, was passiert", sagte sie. Mwansa betonte, es sei wichtig, dass Politiker Gesetze einbringen. "Aber die Macht liegt nicht nur bei ihnen, sondern in jedem Einzelnen."