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Grenze zu Mexiko: Trump-Regierung trennt Kinder von ihren Eltern - Melania ergreift Partei für Migranten

Tausende Kinder von ihren Eltern getrennt
Tausende Kinder von ihren Eltern getrennt An der Grenze zu Mexiko 01:38

Trump-Politik: Bereits 2.000 Kinder von ihren Eltern getrennt

Das Mädchen auf dem Foto weint. Denn seine Mutter wurde in der Nähe der Grenze zwischen den USA und Mexiko festgenommen. Die Zweijährige wurde in einem Heim untergebracht. Und damit ist sie nicht alleine! Die US-Behörden haben seit Mitte April 2.000 Kinder von ihren Eltern getrennt, die illegal die Grenze in die USA übertreten wollten. 

Melania hofft auf Einigung im Kongress

Der Grund: US-Normen verbieten eine Inhaftierung ganzer Familien, da Kinder nicht eines Verbrechens beschuldigt werden können. Und weil die im Frühjahr eingeführte "Null-Toleranz-Politik" bei jedem illegalen Grenzübertritt ein Strafverfahren einleitet, werden zahlreiche Familien getrennt. Die Eltern kommen ins Gefängnis - die Kinder in ein Heim. Die Eltern wissen nicht, wann und wo sie ihre Kinder wiedersehen. Das US-Innenministerium in Washington hat dieses Vorgehen bestätigt.

Die First Lady der Vereinigten Staaten, Melania Trump, sprach sich unterdessen entschieden gegen die gängige Praxis der Einwanderungsbehörden aus. Die Präsidentengattin "hasst es, Kinder von ihren Familien getrennt zu sehen und hofft, dass sich die beiden Lager (im Kongress) bald einigen", hieß es aus ihrem Pressebüro im Weißen Haus. Im Kongress wird darüber entschieden, ob die unmenschlichen Bedingungen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA bestehen bleiben.

Schwerer Verstoß gegen die Kinderrechte

An der US-Grenze spielen sich täglich Dramen ab.
Bevor sie in Gewahrsam genommen werden, müssen die Menschen Haarbänder und Eheringe abgeben. © Getty Images, John Moore, jm

Die Heime, in denen die Kinder leben, sind dicht gefüllt. So dicht, dass inzwischen Zeltlager erichtet werden müssen.

Das UN-Menschenrechtskommissariat hat die Familientrennungen durch die US-Behörden als schweren Verstoß gegen die Kinderrechte kritisiert.

Jetzt sollte sich auch schleunigst etwas an diesen Missständen ändern. Denn ein zweijähriges Kind braucht vor allem seine Eltern!

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