Grenze bei Neuinfektionen: Greiz und Rosenheim liegen drüber

Eine Person hält eine Atemschutzmaske in der Hand. Foto: Ole Spata/dpa
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06. Mai 2020 - 18:40 Uhr

Im Landkreis Greiz in Thüringen und im oberbayerischen Stadtkreis Rosenheim sind in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Covid-19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert worden. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) hervor. Bund und Länder wollen ab dieser Obergrenze in Landkreisen oder kreisfreien Städten künftig umgehend ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen. Wie die neuen Auflagen konkret aussehen, entscheiden allerdings die Länder selbst. Zu möglichen Auswirkungen für die beiden Kreise gab es zunächst keine Informationen.

Sollte sich das Infektionsgeschehen klar eingrenzen lassen, zum Beispiel innerhalb einer Pflegeeinrichtung, dann könne das Beschränkungskonzept auch nur diese Einrichtung und nicht den ganzen Landkreis umfassen, hieß es von Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin. In Greiz lag der Ausbruchsschwerpunkt dem Landratsamt zufolge zuletzt in stationären Pflegeeinrichtungen. Mit 85 nachgewiesene Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohnern liegt der Landkreis auf dem obersten Platz der RKI-Statistik. Im Stadtkreis Rosenheim wurden zuletzt 52 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert.

In den allermeisten deutschen Landkreisen liegt die Quote bei unter 25 Einwohner pro 100.000 Fälle, in einigen Landkreisen, wie zum Beispiel in Vorpommern-Greifswald, gab es in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen registrierten Fall mehr.

Quelle: DPA