Greenpeace-Schriftzug zwischen antiken Nazca-Linien verärgert Peru

Mit diesem Schriftzug zwischen den antiken Nazca-Linien hat sich Greenpeace Ärger eingehandelt.
Mit diesem Schriftzug zwischen den antiken Nazca-Linien hat sich Greenpeace Ärger eingehandelt.
© dpa, Thomas Reinecke (tv News)

14. Dezember 2014 - 15:31 Uhr

Aktivisten drohen lange Haftstrafen

Nach einer umstrittenen Klima-Protestaktion in Peru will der Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, persönlich den von Aktivisten der Umweltorganisation verursachten Imageschaden beheben. Er befinde sich in der Hauptstadt Lima, um mit den Behörden und der Regierung über die Aktion im Sperrbereich der weltbekannten Nazca-Linien zu sprechen, teilte ein Vertreter der Organisation mit.

Laut peruanischen Behörden richtete die Aktion "irreparable Schäden" an. Greenpeace brachte zur UN-Klimakonferenz bei einer der historischen Geoglyphen den Schriftzug "Time for Change - The Future is renewable" zwischen den alten Scharrbildern an. Sie entstanden um 200 bis 800 Jahre vor Christus und gehören zum UN-Weltkulturerbe. Laut Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung in Berlin, gehe es Greenpeace nun darum "die Wogen zu glätten", die die Aktion in Peru erzeugt habe, und "verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen."

Die kilometerlangen Geoglyphen stellen Tier- und geometrische Figuren dar, die vor allem aus der Luft zu erkennen sind. Das Betreten der Nazca-Linien ist verboten. Das Banner wurde nahe des 90 Meter langen Kolibri-Scharrbildes auf den Boden gelegt. Die Behörden beantragten eine Ausreisesperre gegen die betroffenen Aktivisten. Ihnen können lange Haftstrafen drohen.