Lebensgefährlicher Tauchausflug

Havarie am Great Barrier Reef im Video: Taucher kentert zwischen Killerhaien

19. April 2021 - 12:58 Uhr

Tauchausflug wird zum Albtraum

Cody Love hat eine unglaubliche Überlebensgeschichte hinter sich. Auf einem Tauchausflug kenterte er mit seinem Boot mitten im weltberühmten Great Barrier Reef vor Australien. Drei Stunden lang saß er im Wasser fest – im Wissen, dass Killerhaie in der Nähe lauern könnten.

Ankerseil verhedderte sich im Bootspropeller

Taucher Cody hatte selbst keine Chance, als sein Boot vor der Küste von Queensland kenterte, sagte er der "Daily Mail". Das Ankerseil habe sich im Bootspropeller verheddert. Cody war an der Stelle vor Anker gegangen, um einen halbtägigen Tauchausflug zu unternehmen. "Bevor ich etwas tun konnte, wurde das Boot von den Wellen überschwemmt", so der Taucher. Das Boot habe sich sofort auf eine Seite geneigt, als es sich mit Wasser füllte. Dann sei alles ganz schnell gegangen und plötzlich habe sich Cody unter Wasser wiedergefunden. "Es geschah alles innerhalb von Sekunden und ich hatte noch meine gesamte Tauchausrüstung an", beschreibt er.

Erfahrener Taucher kann sich selbst nicht helfen

Was seinen Unfall noch gefährlicher machte: Mehr als sechs riesige Tigerhaie habe er bei früheren Ausflügen mit Freunden an der gleichen Stelle gesehen. Obwohl er nach eigenen Angaben ein erfahrener Taucher mit mehr als 5.000 Tauchgängen ist, konnte er sich selbst erstmal nicht aus der heiklen Lage befreien. Gegenstände seien aus dem Boot ins offene Meer geschwappt. Verzweifelt habe Cody versucht seine Ausrüstung wieder einzusammeln. Nach mehreren Tauchgängen habe er festgestellt, dass seine Sicherheitsausrüstung immer noch im vorderen Teil des Bootes steckte. Er zündete zwei Leuchtraketen, aber keine von beiden lockte andere Boote an. Auch der Versuch, mit einer orangefarbenen Plane mögliche Flugzeuge in der Nähe auf sich aufmerksam zu machen, scheiterte.

Nach Stunden kam der rettende Hubschrauber

Nach rund eineinhalb Stunden habe Cody einen roten Hubschrauber gesehen, der in seine Richtung flog. Der Hubschrauber sei näher gekommen, habe ihn aber offenbar nicht gesehen und war wieder abgedreht. Doch Cody gab nicht auf. Nach weiteren zwei Stunden habe er schließlich ein Notrufsignal mit einer Funkbake absetzen können. Dann plötzlich die Rettung: Ein Hubschrauber tauchte am Horizont auf und diesmal kam er wegen Cody. Der ließ sein Boot los, schwamm herüber und wurde von einem Rettungstaucher aus den Fluten gerettet. Ohne nennenswerte Verletzungen wurde er von der Mannschaft in Empfang genommen. Cody sei sehr dankbar, dass er den gefährlichen Bootsunfall überlebt hat. Eine Lektion habe er auf jeden Fall gelernt: "Geh niemals alleine tauchen."

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