18. November 2017 - 21:54 Uhr

Die Katze musste ohne Wasser und Nahrung in völliger Dunkelheit ausharren

Im Freiburger Hauptbahnhof haben Bundespolizisten eine Katze aus einem Bahnhofsschließfach befreit. Offenbar war das Tier bereits eine ganze Woche in dem dunklen Kasten eingesperrt - ohne Wasser und Nahrung.

Ein Zugreisender rettete die Katze aus ihrer schlimmen Lage

Schließfächer am Bahnhof Freiburg
In so einem Schließfach wurde Katze Saphira eingesperrt.
© dpa/Ulrich Baumgarten

Wie die elektronische Anzeige des Schließfaches anzeigte, war das Fach zum letzten Mal eine Woche zuvor geschlossen worden. Solange muss die circa fünf Jahre alte Katze, die auf den Namen Saphira hört, also in völliger Dunkelheit in der kleinen Kammer verbracht haben, bis ein Zugreisender auf sie aufmerksam wurde.

Der Mann hörte Katzenlaute aus dem Schließfach und informierte daraufhin die Polizei. Die befreite das Tier und brachte es in ein Tierheim. Glücklicherweise hat Saphira die gedankenlose Tat überlebt und wurde im Freiburger Tierheim wieder aufgepäppelt. "Saphira geht es unerwartet gut. Ihre erste Dose Sheba hat sie regelrecht verschlungen", sagte Raphael Greiner, Vize-Chef des Freiburger Tierheims, der 'Bild'-Zeitung. "Die Katze ist ganz lieb und verschmust. Sie hat einen Riesen-Nachholbedarf. Ständig kuschelt sie sich an einen unserer Mitarbeiter."

Saphiras Besitzerin ist sich keiner Schuld bewusst

Dank des Hinweises einer Bahnhofsmitarbeiterin gelang es schließlich, die Besitzerin zu ermitteln. Die laut Polizei verwirrte Frau war in der Vergangenheit öfters mit einem Katzenkäfig auf dem Bahnhofsgelände gesehen worden. Sie zeigte aber keinerlei Einsicht und verstehe nicht, wieso man ein Lebewesen nicht in ein Schließfach sperren dürfe. Die 54-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Eine weitere Haltung von Tieren wurde ihr untersagt.