Hetze im Klassenchat

Wegen Hakenkreuzen und Nazi-Sprüchen: Polizei ermittelt gegen Neuntklässler

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14. November 2019 - 10:35 Uhr

Polizei ermittelt an einer Schule in Bayern

Wegen des Verdachts auf Volksverhetzung in einem Klassenchat ermittelt die Polizei gegen Schüler eines Gymnasiums im bayerischen Grafing.

Rassismus im Klassenchat

In dem Chat einer neunten Klasse waren menschenverachtende rassistische Äußerungen und Fotos von verfassungsfeindlichen Symbolen gepostet worden, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. "Wir müssen jetzt schauen, wer der Urheber dieser Mitteilung war und wer diese Mitteilung trotz erkennbarer Problematik weiterverbreitet hat."​

Hakenkreuz-Bilder und Gaskammer-Sprüche im Chat

Zwei Schüler hatten sich nach den Herbstferien an ihre Lehrerin gewandt, zudem informierte ein Vater die Polizei. Diese sicherte zunächst auf den zur Verfügung gestellten Handys den Chatverlauf. Darauf fanden sie nicht nur Hakenkreuz-Bilder und Gaskammer-Sprüche, sondern auch den Text eines bei Rechtsextremen beliebten, antisemitischen Liedes.

Die Schule wandte sich mit deutlichen Worten per Brief an alle Eltern. "Wir halten das für einen sehr bedenklichen Inhalt und werden da auf jeden Fall sehr energisch gegen vorgehen", sagte der stellvertretende Direktor Markus Zimmermann. Es stünden aber nur wenige Schüler im Fokus der Ermittler - der größere Teil habe sich auch im Chat klar gegen die Äußerungen positioniert.