Immer fest an Mamas warmen Bauch gekuschelt

Gorillababy im Berliner Zoo entwickelt sich prächtig: Es schmatzt und schläft

Gorilla-Mutter Bibi hält ihr in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar im Zoo Berlin geborenes Jungtier im Arm. Foto: ---/Zoo Berlin/dpa/Archivbild
Gorilla-Mutter Bibi hält ihr in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar im Zoo Berlin geborenes Jungtier im Arm. Foto: ---/Zoo Berlin/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

24. Februar 2021 - 13:00 Uhr

Tierpfleger hören das Gorillababy schmatzen

Noch ist es winzig, aber das Berliner Gorillababy entwickelt sich nach Angaben des Zoos prächtig. Knapp eine Woche nach der Geburt gibt es ein Update zum Nachwuchs im Affenhaus: "Drei- bis viermal in der Stunde bedient sich das Jungtier an der Muttermilch, und die Tierpfleger hören hin und wieder nur ein zufriedenes Schmatzen", berichtete der Zoo. Ansonsten verschläft der noch namenlose Affe "satt und zufrieden" einen Großteil des Tages. Es ist der erste Gorilla-Nachwuchs sei 16 Jahren im Berliner Zoo.

Mutter und Vater kümmern sich rührend um den Gorilla-Nachwuchs

Babygeschrei sei aus dem Gorillagehege fast nie zu hören, erklärte der Zoo. Fest an den warmen Bauch seiner Gorillamutter geklammert fehle es dem Neugeborenen an nichts. Mama Bibi (24) achte vorbildlich auf ihre Ernährung. Bei ihr stehen derzeit Fenchel, Paprika, Auberginen, Rote Beete, Pastinaken und Salat auf dem Speiseplan. Hin und wieder bekomme sie auch ein gekochtes Ei. "Auf einige Kräuter wird derzeit verzichtet, weil sie die Milchproduktion hemmen könnten", erklärte der Zoo.

Auch der frisch gebackene Gorillavater, Silberrücken Sango (16), scheint voll im Baby-Glück zu sein. Immer wieder suche er die Nähe zu Mutter und Kind und tätschele seinen Nachwuchs behutsam. Als ob er sich immer wieder vergewissern wolle, dass mit seinem Baby alles in Ordnung ist, teilte der Berliner Zoo mit.

Gorilla-Nachwuchs im Zoo Berlin
Warm an den Bauch seiner Mutter gekuschelt fehlt es dem Gorillababy an nichts.
© dpa, ---, fux sab

Tierpfleger haben sich dem Gorillababy noch nicht genähert

Kleine Gorillas können sich von Beginn an am Fell der Mutter festhalten. Die Äffchen werden überall hin mitgetragen. Weil sich bisher weder Pfleger noch Ärzte dem Nachwuchs nähern, weiß noch niemand, wie schwer das Junge ist und welches Geschlecht es hat.

Auch Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem hat das Gorillababy bisher nur von Weitem gesehen. "Das letzte Stück Nabelschnur hat sich inzwischen gelöst und es ist schön zu sehen, wie entspannt die Gruppe miteinander umgeht", teilte er in einer Pressemitteilung nach dem Besuch im Affenhaus mit. "Ruhe und Zurückhaltung sind für uns aber weiterhin oberstes Gebot", erklärte er.

Wann Besucher den kleinen Gorilla sehen können, ist noch unklar, wahrscheinlich dauert das noch ein paar Wochen. Das hängt laut Zoo auch vom Wetter und dem Verhalten der Gorilla-Gruppe ab. Die Tierhäuser sind wegen Corona noch geschlossen.

Quelle: DPA, RTL.de