Abrissarbeiten am ausgebrannten Affenhaus laufen

Gorilla-Anlage im Krefelder Zoo öffnet nach tödlichem Feuer wieder

Trauer im Krefelder Zoo nach dem Affenhaus-Brand
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13. März 2020 - 10:32 Uhr

Kidogo und seine Gorillafamilie bald wieder zu sehen

Es geht voran im Krefelder Zoo! Ende März sollen Besucher die Gorilla-Anlage wieder besichtigen können. Dort lebt Gorilla-Silberrücken Kidogo mit drei Weibchen und drei Jungtieren. Die Gruppe überstand den verheerenden Affenhaus-Brand in der Silvesternacht, weil sie in einem getrennten Gehege untergebracht ist.

Gorillas können schon wieder in die Außenanlage

Gorilla-Baby Bobóto hatte am Silvestermorgen noch seinen 1. Geburtstag im Gorilla-Gehege gefeiert - kurz danach brannte das benachbarte Affenhaus bis auf die Grundmauern nieder. Mehrere Gorillas, Orang-Utans sowie ein Schimpanse starben. Noch laufen die Abrissarbeiten an dem völlig ausgebrannten Gebäude, durch die auch der Weg zur Gorilla-Anlage bislang versperrt ist.

Die Brandschäden im Gorillagehege wurden bereits beseitigt. Jetzt können die Affen wieder in die Außenanlage - nur Besucher sehen derzeit noch nichts. "Nachdem die Gorillas schon 14 Tage wieder draußen sein können, freuen wir uns, dass dann auch Besucher wieder Kidogo und seine Familie sehen können", sagte Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. In dem Bereich leben abseits der Öffentlichkeit auch die beiden Schimpansen Bally und Limbo, die das Feuer wie durch ein Wunder leicht verletzt überlebt hatten und denen es "sehr gut" gehe, wie unser Video zeigt.

Video: Bally und Limbo finden zurück ins Leben

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Beginn der Abrissarbeiten des Affenhauses im Zoo Krefeld mit 2 Baggern und einem Kran in verschiedenen Szenen. Brand im Affenhaus Krefeld in der Silvesternacht 2019/2020.
Die Abrissarbeiten des Affenhauses im Zoo Krefeld mit 2 Baggern und einem Kran laufen.
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Mehr als zehn Wochen nach dem Feuer sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen. Der Brand war in den ersten Minuten des neuen Jahres ausgebrochen. Auslöser war nach den Ermittlungen eine Himmelslaterne, die inmitten des Feuerwerks auf dem Dach des Affenhauses gelandet war. Gegen drei Frauen wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt, sie selbst sind wegen des Unglücks tief betroffen. Insgesamt kamen mehr als 50 Tiere ums Leben, darunter auch viele Vögel und Flughunde.