Goldmünzen-Diebstahl im Bode-Museum

So reagierten die Angeklagten auf das Urteil

20. Februar 2020 - 17:25 Uhr

Goldmünzen-Diebstahl in Berlin: Jugendstrafe für drei der Angeklagten

Im Prozess um den Goldmünzen-Diebstahl im Berliner Bode-Museum ist das Urteil gefallen. Vor Gericht standen vier Männer im Alter von 21 bis 25 Jahren: die Brüder Ahmed und Wayci Remmo, ihr Cousin Wissam Remmo sowie Denis W., der ihnen als damaliger Wachmeister im Bode-Museum Insiderinformationen übermittelt haben soll. Denis W. wurde zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, Wissam und Ahmed Remmo jeweils zu vier Jahren und sechs Monaten. Waici Remmo, der vierte Angeklagte, wurde freigesprochen. Alle wurden nach Jugendstrafrecht verurteilt. Wie die Männer auf das Urteil reagierten, sehen Sie im Video.

Verbindung zum Remmo-Clan

Ahmed, Wayci und Wissam gehören der polizeibekannten arabischen Großfamilie Remmo an. Ihnen allen wurde gemeinschaftlicher Diebstahl in besonders schwerem Fall zur Last gelegt.

Sowohl Ahmed als auch Wissam sind seit ihrer Kindheit und Jugend auffällig. Beide haben keinen Schulabschluss und waren schon in verschiedenen Maßnahmen. Das Vorstrafenregister der Cousins ist lang. Wissam ist vor Kurzem erst wieder mit Einbruchswerkzeug angehalten worden.

Denis W. wohnt noch bei seinen Eltern und lebt von Sozialleistungen. Ihm konnte die Mittäterschaft nachgewiesen werden, da sich DNA-Spuren an dem Fenster befanden, das die Täter zum Einbruch nutzten. Das Gericht geht davon aus, dass er 100.000 Euro für seine Mitarbeit von der Familie Remmo bekommen hat.