Edelmetalle

Gold mit neuem Höchstkurs, Silber seit Jahresbeginn mit 45 Prozent Wertsteigerung

28. Juli 2020 - 12:48 Uhr

Gold steigt Richtung 2000-Dollar-Marke

Der Höhenflug der Preise für Edelmetalle geht weiter. Der Goldpreis hat die Rekordjagd in Richtung der Marke von 2000 US-Dollar fortgesetzt, und der Preis für Silber stieg auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Warum Edelmetalle so wertvoll wie nie sind, erfahren Sie im Video.

Seit Jahresbeginn Gold um 30 Prozent an Wert gewonnen, Silber um 45 Prozent

Nachdem der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) am Montag die alte Rekordmarke vom September 2011 geknackt hatte, trieb der Höhenflug die Notierung am frühen Dienstag auf einen neuen Höchstkurs bei 1981,27 Dollar. Seit Beginn des Jahres hat Gold damit rund 30 Prozent an Wert gewonnen.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich beim Preis für Silber. Auch hier ging der Anstieg der vergangenen Handelstage weiter, das Metall erreichte in den frühen Morgenstunden bei 26,20 Dollar den höchsten Stand seit dem Jahr 2013. Silber hat damit seit Beginn des Jahres etwa 45 Prozent an Wert gewonnen. Im weiteren Handelsverlauf setzten dann allerdings Gewinnmitnahmen ein. Der Goldpreis fiel zurück auf zuletzt 1942 Dollar und der Silberpreis auf 24,69 Dollar.

Wie auch Sie vom Gold-Boom profitieren können, erfahren Sie hier.

Schwacher Dollar macht Edelmetalle billiger

Analyst Hao Zhou von der Commerzbank wies darauf, dass in den vergangenen Handelstagen ein schwacher US-Dollar einer der wichtigsten Preistreiber für Edelmetalle gewesen sei. Gold und Silber werden in Dollar gehandelt, so dass ein Kursrückgang der amerikanischen Währung die Edelmetalle in Länder außerhalb des Dollarraums günstiger macht. Das steigert die Nachfrage.

Die Preise für die Edelmetalle fielen zuletzt etwas von den Höchstkursen zurück, nachdem am Dienstag eine leichte Kurserholung beim Dollar einsetzte. In den USA verdichten sich die Zeichen auf ein neues umfangreiches Hilfspaket im Kampf gegen die Corona-Krise. In der Nacht zum Dienstag hatten US-Republikaner ihren Vorschlag für Hilfsmaßnahmen im Umfang von rund einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro) vorgestellt.


Quelle: DPA / RTL.de