Götz von Berlichingen: Hauptdarsteller Henning Baum ist von der Figur begeistert

12. Dezember 2014 - 9:23 Uhr

"Ich habe es geliebt!°"

Henning Baum, der Hauptdarsteller des RTL TV-Event "Götz von Berlichingen" philosophiert als Gast bei "Guten Morgen Deutschland" über seine erste Erfahrung mit Waffen und beweist beeindruckende Literaturkenntnisse.

Götz von Berlichingen: Henning Baum im Interview mit RTL
Henning Baum im Interview mit RTL

Henning Baum hat für die Couch von "Guten Morgen Deutschland" seine Ritterrüstung abgelegt. In schlichten Wollpullover und Turnschuhen erzählt er mit seiner typischen rauen Stimme, wie begeistert er von der Figur des Götz sei: "Eine Rolle, die mich total gefesselt hat, weil der Charakter so faszinierend ist. Dieser willensstarke, vor Lebensfreude und Kraft strotzende Götz, der ganz furchtbare Krisen überwinden muss: den Verlust der Hand, den drohenden Verlust seiner Macht oder der Tod seiner Gefährten. (Der Film) ist eine Entwicklungsgeschichte einer Figur die unglaublich spannend war zu spielen. (…) Ich habe es geliebt!"

Die zahlreichen Kritiken in der Presse merkten an, dass der RTL-"Götz" nicht so nah an dem Original von Goethe ist. Doch für Henning Baum hat der Film nicht das Ziel das Goethe'sche Drama wiederzugeben oder einen dokumentarischen Anspruch zu erheben, sondern eine Geschichte zu erzählen, die den Zuschauer in den Bann zieht. Das Publikum soll den Charakter 'Götz' erleben und nach dem Film sagen können: "Was für eine geile Geschichte!"

Schon als kleiner Junge in Waffen vernarrt

Henning Baum ist quasi mit Schwert und Schild groß geworden. In seiner Kindheit hat er immer größere und ältere Jungs um sich herum gehabt, die alle mit Waffen gespielt haben. Leider hat seine Mutter ihm nie eine kaufen wollen. Doch als der Nachbar ihm dann eine Pistole schenkte, war er "stolz wie Bolle" – und da konnte der kleine Henning noch nicht einmal richtig sprechen.

Schließlich beweist Henning Baum noch seine Literaturkenntnisse, als er errät, dass das Zitat "Das also war des Pudels Kern" aus Goethes "Faust I" stammt und fängt sofort an über die Schlüsselszene zwischen Faust und Mephisto zu philosophieren.